Allgemeine Geschäftsbedingungen

        Liefer-, Leistungs- und Zahlungsbedingungen der TKD KABEL GmbH
für die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz
(nachfolgend kurz „TKD“ genannt) 

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§ 1  Geltung der Liefer- und Leistungsbedingungen 
1.    Nachstehende Liefer- und Leistungsbedingungen gelten für alle Lieferungen und Leistungen der TKD gegenüber Unternehmen. Sämtliche auch künftige Rechtsbeziehungen zwischen TKD und dem AUFTRAGGEBER richten sich ausschließlich nach den Verkaufsbedingungen von TKD in der jeweils gültigen Form. Diese werden im Internet auf www.tkd-kabel.de herunterladbar und abdruckbar zur Verfügung gestellt. Abweichende Bestimmungen, insbesondere Einkaufsbedingungen des AUFTRAGGEBERS, werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn diese ausdrücklich schriftlich vereinbart sind. 
2.    Sofern Rahmenverträge zwischen den Parteien abgeschlossen sind, haben diese Vorrang. Sie werden dort, sofern keine speziellen Regelungen getroffen sind, durch die vorliegenden Liefer- und Leistungsbedingungen ergänzt.  
 
§ 2  Zustandekommen des Vertrages / Angebote 
1.    Aufträge und Lieferverträge sowie etwaige Garantieerklärungen bedürfen der schriftlichen Bestätigung durch TKD. Auf dieses Schriftformerfordernis selbst kann nur aufgrund schriftlicher Vereinbarung verzichtet werden. 
2.    Angebote der Firma TKD sind freibleibend. 
 
§ 3  Preise, Zahlungen, Mindermengen, Muster 
1.    Die Lieferungen und Leistungen erfolgen zu den Preisen und Bedingungen, die in dem Liefervertrag/Angebot bzw. der Auftragsbestätigung von TKD enthalten sind. Die darin genannten Preise sind verbindlich. 
2.    Die Preise verstehen sich ab Sitz und Lager von TKD. Zusätzlich zu den vereinbarten Preisen ist TKD bei Basispreisen berechtigt, Metallzuschläge zu erheben. Berechnungsgrundlage dafür ist die veröffentlichte obere DEL-Börsennotierung (Deutsche Elektrolyt-Kupfer Notiz) für Kupfer (Cu) vom Tage des Auftragseingangs zzgl. 1% für Metallbezugskosten. Der Verkaufspreis erhöht sich oder ermäßigt sich um die Differenz zwischen Kupferbasis und DEL-Notierung. Die Preise für Leitungen von TKD enthalten eine Kupferbasis von 150,00 € pro 100 kg Kupfer, sofern bei der Preisangabe keine anders lautenden Werte genannt werden. Bei Verwendung anderer Metalle (z.B. Silber(Ag), Messing (Ms), Aluminium (Al), Zinn (Sn), Nickel (Ni), etc.) erfolgt die Abrechnung analog der Kupferpreishandhabung. Ausgangsbasis sind die im Angebot angegebenen Werte, Metall- bzw. Rohstoffpreise. Zu- und Abschläge gelten stets rein netto. Bei Bestellungen von Kabeln mit Fixlängen ist TKD berechtigt, im angemessenen Umfang einen Zuschlag zu den Listenpreisen von dem AUFTRAGGEBER zu verlangen.
3.    Im Preis enthalten ist die von TKD zu Transportzwecken zur Verfügung gestellte Einwegtrommel. TKD behält sich allerdings vor - speziell für AUFTRAGGEBER, die KTG-Mitglieder sind - statt der Einwegtrommeln, KTG-Leihtrommeln zum Versand zu bringen. Die Überlassung der KTG-Leihkabeltrommeln erfolgt nach den bekannten Bedingungen der KTG, die jederzeit bei der KTG GmbH in Köln angefordert werden können. KTG ist im Falle der Überziehung der Leihzeit berechtigt, Trommelmiete direkt von dem AUFTRAGGEBER zu verlangen. An- und Rücklieferung von TKD-Verpackungen erfolgt in jedem Fall auf Kosten und Gefahr des AUFTRAGGEBERS; das gilt auch bezüglich der Gefahrtragung, wenn TKD die Transportkosten oder den Transport übernimmt. 
4.    Bei Bearbeitung oder Lieferung von Mustern oder Mindermengen gilt ein angemessener Pauschalpreis als vereinbart. Gleiches gilt bei 
Sonderanfertigungen. 
5.    Sämtliche Rechnungen sind - wenn anderes nicht schriftlich vereinbart ist - innerhalb von 14 Tagen zahlbar. Für die Fristwahrung zählt der Tag, an dem TKD über den Betrag verfügen kann (Zahlungseingang). Bei Bestellungen aus dem Ausland und / oder durch Erstkunden ist TKD berechtigt, die Warenlieferung von einer Anzahlung auf den Kaufpreis oder von einer Vorkasse-Zahlung abhängig zu machen. Gleiches gilt bei Warenbestellungen mit einem Lieferwert von über 5.000,00 € netto. 
6.    Bei verspäteter Zahlung werden Verzugszinsen in angemessener Höhe, mindestens aber nach Wahl von TKD in Höhe der banküblichen Zinsen oder der gesetzlichen Zinsen (§ 288 BGB) fällig. Sofern sich TKD zu einer Entgegennahme von Wechseln oder Schecks entschließt, erfolgt dies nur erfüllungshalber und nicht an Erfüllung statt. TKD ist berechtigt, die in der Annahme von Wechseln bzw. Schecks liegende Stundung jederzeit zu widerrufen und sofortige Bezahlung zu verlangen. Bei Hereinnahme von Wechseln werden die bankmäßigen Diskont- und Einziehungsspesen ab Verfalltag der Rechnung berechnet und sind sofort in bar zu zahlen. 
7.    Die Zurückbehaltung von Zahlungen aufgrund von oder die Aufrechnung mit Ansprüchen gegen Forderungen von TKD sind für den AUFTRAGGEBER nur statthaft, wenn seine Forderung(en) von TKD anerkannt bzw. rechtskräftig festgestellt ist (sind).  
8.    TKD ist bei Zahlungsverzug des AUFTRAGGEBERS berechtigt, nach Setzung einer angemessenen Nachfrist auch ohne Ablehnungsandrohung vom Vertrag zurückzutreten und Schadensersatz zu verlangen. Sollte nach dem Abschluss des Vertrages erkennbar werden, dass der Anspruch auf Kaufpreiszahlung wegen mangelnder Leistungsfähigkeit des AUFTRAGGEBERS gefährdet ist, so ist TKD gem. den gesetzlichen Bestimmungen zur Leistungsverweigerung und unter Umständen auch zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Ist der Kaufgegenstand eine unvertretbare Sache, kann TKD in diesem Falle auch sofort den Rücktritt erklären.
 
§ 4  Lieferfrist 

1.    Vereinbarte Liefertermine oder Leistungstermine sind unverbindlich, es sei denn, dass in der schriftlichen Auftragsbestätigung / im Lieferabruf / im Angebot / im Vertrag ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.  
2.    Sofern vertraglich nichts anderes vereinbart ist, beginnt die Lieferfrist mit der Absendung der Auftragsbestätigung, jedoch nicht vor Einigung und Klarstellung aller erforderlichen technischen Fragen, Beibringung der vom AUFTRAGGEBER zu beschaffenden Gegenstände, Unterlagen, Genehmigungen, Freigaben sowie vor Eingang einer vereinbarten Zahlung. Werden vom AUFTRAGGEBER beizustellende Komponenten zum vereinbarten Zeitpunkt nicht oder nicht mangelfrei geliefert, wird die Lieferfrist für jeden angefangenen Monat um einen Monat und zuzüglich eines weiteren Monats verlängert. 
3.    Die Lieferfrist ist eingehalten, wenn bis zu ihrem Ablauf der Liefergegenstand das Werk verlassen hat oder die Versandbereitschaft mitgeteilt ist. 
4.    Die Lieferfrist verlängert sich angemessen bei Maßnahmen im Rahmen von Arbeitskämpfen, insbesondere Streik und Aussperrung sowie beim Eintritt unvorhergesehener Hindernisse, die außerhalb des Willens von TKD liegen, soweit solche Hindernisse nachweislich auf die Fertigstellung oder Ablieferung des Liefergegenstandes von erheblichem Einfluss sind. Dies gilt auch, wenn diese Umstände bei Unterauftragnehmern eintreten. Die vorbezeichneten Umstände sind auch dann von TKD nicht zu vertreten, wenn sie während eines bereits vorliegenden Verzuges entstehen. Beginn und Ende derartiger Hindernisse wird TKD in wichtigen Fällen dem AUFTRAGGEBER baldmöglichst mitteilen. Bei Lieferverzögerungen von weniger als zwei Monaten ist eine Verzugsentschädigung ausgeschlossen. 
5.    Wird der Versand auf Wunsch des AUFTRAGGEBERS verzögert, so werden ihm, beginnend eine Woche nach Anzeige der Versandbereitschaft, die durch die Lagerung entstandenen Kosten, bei Lagerung im Werk von TKD mindestens jedoch 1 % des Rechnungsbetrages inklusive Metallzuschlägen für jeden angefangenen Monat berechnet, höchstens jedoch 10 % des Kaufpreises. Dem AUFTRAGGEBER ist es unbenommen, geringere Lagerkosten nachzuweisen. TKD ist jedoch berechtigt, nach Setzung und fruchtlosem Ablauf einer angemessenen Frist anderweitig über den Liefergegenstand zu verfügen und den AUFTRAGGEBER mit angemessen verlängerter Frist zu beliefern. Weitergehende Ansprüche, insbesondere Rechte aus §§ 293 ff. (304) BGB bleiben TKD unter Anrechnung der Leistungen des AUFTRAGGEBERS erhalten. Das Gleiche gilt für ihre Rechte aus §§ 280 ff. BGB und für den Erfüllungsanspruch.  
6.    Die Einhaltung der Lieferfrist setzt die Erfüllung der Vertragspflichten des AUFTRAGGEBERS voraus. 
 
§ 5  Gefahrübergang und Entgegennahme 
1.    Die Gefahr geht spätestens mit der Bereitstellung der Lieferteile bei TKD auf den AUFTRAGGEBER über und zwar auch dann, wenn Teillieferungen erfolgen oder TKD noch andere Leistungen, z.B. die Versendungskosten übernommen hat. Schuldet TKD dem AUFTRAGGEBER eine Werkleistung, geht die Gefahr über, sobald der AUFTRAGGEBER die Werkleistungen von TKD abgenommen hat oder gem. § 6 Abs. 2 am Ende die Abnahme seitens des AUFTRAGGEBERS als erklärt gilt. Auf Wunsch des AUFTRAGGEBERS wird auf seine Kosten die Sendung durch TKD gegen Diebstahl, Bruch-, Transport-, Feuer- und Wasserschäden sowie gegen sonstige versicherbare Risiken versichert. Bei freier Lieferung bis zu einer bestimmten Übergabestelle (z.B. FOB) geht die Gefahr mit der dortigen Ablieferung über, auch wenn der AUFTRAGGEBER dort zur Empfangnahme nicht bereit ist. 
2.    Verzögert sich der Versand infolge von Umständen, die der AUFTRAGGEBER zu vertreten hat, so geht die Gefahr vom Tage der Versandbereitschaft ab auf den AUFTRAGGEBER über; jedoch ist TKD verpflichtet, auf Wunsch und Kosten des AUFTRAGGEBERS die Versicherungen zu bewirken, die dieser verlangt. 
3.    Angelieferte Gegenstände sind, wenn sie unwesentliche Mängel aufweisen, vom AUFTRAGGEBER unbeschadet der Rechte aus § 11 entgegenzunehmen. 
4.    Teillieferungen sind zulässig. Alle Lieferungen von TKD erfolgen grundsätzlich ab Werk bzw. ex-works (EXW-INCOTERMS 2010), es sein denn, im Einzelfall ist etwas anderes vertraglich vereinbart.  
 
§ 6  Abnahmeverweigerung / Annahmeverweigerung 

1.    Verweigert der AUFTRAGGEBER die Abnahme des Vertragsgegenstandes, der Lieferung oder Leistung, so kann TKD ihm eine angemessene Frist zur Abnahme oder Annahme setzen. Hat der AUFTRAGGEBER den Vertragsgegenstand innerhalb der ihm gesetzten Frist nicht abgenommen oder angenommen, so ist  TKD unbeschadet des Rechtes auf Vertragserfüllung berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten oder Schadensersatz wegen Nichterfüllung zu verlangen. In jedem Fall kann TKD auch ohne Nachweis des tatsächlich entstandenen Schadens und unbeschadet der Möglichkeit, einen höheren tatsächlichen Schaden geltend zu machen, pauschal Schadensersatz in Höhe von 20 % des Nettoauftragswertes bei Standardware und in Höhe von 100 % bei anderweitig nicht verwertbaren Sonderanfertigungen oder bei für den Kunden bereits zugeschnittenen Kabellängen verlangen. Dem AUFTRAGGEBER bleibt es unbenommen, einen geringeren tatsächlichen Schaden nachzuweisen. 
2.    Ist eine Abnahme vereinbart oder zwingend, ist TKD in jedem Fall berechtigt, die Abnahme zu beantragen, wenn keine wesentlichen Mängel mehr vorliegen und die Funktions- und Betriebstüchtigkeit gewährleistet ist. Wesentliche Mängel sind solche Mängel, die die Tauglichkeit in Frage stellen oder erheblich beeinträchtigen. 
In diesem Fall hat TKD dem AUFTRAGGEBER mehrere mögliche Abnahmetermine vorzuschlagen. Der Vorschlag muss dem AUFTRAGGEBER spätestens eine Woche vor den in Aussicht genommenen Terminen zugehen. Wird keiner dieser vorgeschlagenen Abnahmetermine vom AUFTRAGGEBER mindestens zwei Tage vor einem solchen Termin angenommen und schlägt der AUFTRAGGEBER auch seinerseits keinen anderen Termin vor, wird TKD dem AUFTRAGGEBER eine letzte angemessene Frist zur ausdrücklichen Erklärung der Abnahme setzen. TKD verpflichtet sich zugleich, bei Beginn der gesetzten Frist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass nach fruchtlosem Fristablauf die Abnahme seitens des AUFTRAGGEBERS als erklärt gilt. Lässt der AUFTRAGGEBER die gesetzte Frist fruchtlos verstreichen, gilt die Abnahme endgültig als erklärt. 
 
§ 7  Eigentumsvorbehalt 

1.    Alle Lieferungen und Leistungen erfolgen unter Eigentumsvorbehalt. Gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises/ Gebühren und aller sonstigen Forderungen von TKD gegen den AUFTRAGGEBER aus der laufenden Geschäftsverbindung Eigentum von TKD. 
2.    Wird Ware durch den AUFTRAGGEBER weiterverarbeitet oder verwertet, so erfolgt die Weiterverarbeitung/Verwertung für TKD, die damit als Hersteller im Sinne des § 950 BGB gilt und das Eigentum an dem Zwischen- oder Enderzeugnis erwirbt. Bei Verarbeitung mit anderen, nicht dem AUFTRAGGEBER gehörenden Waren, erwirbt TKD Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der von ihr gelieferten Ware zum Wert der fremden Ware im Zeitpunkt der Verarbeitung. 
3.    Der AUFTRAGGEBER ist zur Weiterveräußerung gelieferter Ware und zur Weiterlizensierung im Rahmen der getroffenen Vereinbarung jederzeit widerruflich im Rahmen seines ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes berechtigt. Der AUFTRAGGEBER tritt an TKD schon jetzt sicherheitshalber alle im Zusammenhang mit der Weiterveräußerung und der Geschäftsbeziehung zu seinen Abnehmern stehenden Forderungen mit Nebenrechten in Höhe des Wertes der jeweils gelieferten Waren ab. TKD ist ermächtigt, die Forderungsabtretung den Abnehmern des AUFTRAGGEBERS jederzeit anzuzeigen. Namen und Anschriften der Abnehmer hat der AUFTRAGGEBER auf Verlangen TKD unverzüglich mitzuteilen.  
4.    Der AUFTRAGGEBER ist verpflichtet, den Liefergegenstand auf seine Kosten gegen Diebstahl, Bruch-, Feuer-, Wasser- und sonstige Schäden zu versichern, solange TKD Vorbehaltseigentümer des Liefergegenstandes ist und TKD auf Anforderung den Versicherungsnachweis zu führen hat. Der Auftraggeber tritt etwaig entstehende Ansprüche gegen den Versicherer wegen Diebstahl, Untergang, Beschädigung etc. der unter Eigentumsvorbehalt stehenden Liefergegenstände an TKD ab. TKD nimmt die Abtretung an. TKD ist berechtigt, im Versicherungsfalle die Abtretung dem Versicherungsunternehmen anzuzeigen und den Versicherungsbetrag dort zu liquidieren.  
5.    Der AUFTRAGGEBER darf den Liefergegenstand weder verpfänden noch zur Sicherung übereignen. Bei Pfändungen sowie Beschlagnahme oder sonstigen Verfügungen durch dritte Hand hat er TKD unverzüglich davon zu benachrichtigen. Sollte TKD aufgrund unterbliebener oder verspäteter Benachrichtigung ein Schaden entstehen (z.B. durch Rechtsverlust), ist der AUFTRAGGEBER dafür ersatzpflichtig.  
6.    Bei vertragswidrigem Verhalten des AUFTRAGGEBERS, insbesondere bei Zahlungsverzug, ist TKD zur Rücknahme nach Mahnung berechtigt und der AUFTRAGGEBER zur Herausgabe verpflichtet. 
7.    Die Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts sowie die Pfändung des Liefergegenstandes durch TKD gelten nicht als Rücktritt vom Vertrag, sofern nicht die Regelungen über den Verbraucherdarlehensvertrag (§§ 491 – 498 BGB) Anwendung finden. 
8.    TKD verpflichtet sich, die ihr zustehenden Sicherheiten auf Verlangen des AUFTRAGGEBERS insoweit freizugeben, als der realisierbare Wert der Sicherheit die zu sichernden Forderungen um mehr als 20 % übersteigt. Die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten obliegt TKD. 
 
§ 8  Haftung 
1. TKD haftet, gleich aus welchem Rechtsgrund unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Im Falle einfacher Fahrlässigkeit haftet TKD nur
a.    für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit;
b.    für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, begrenzt auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schadens. Wesentliche Vertragspflichten sind Verpflichtungen, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen und auf deren Einhaltung der AUFTRAGGEBER regelmäßig vertraut und vertrauen darf. 
2. Die vorgenannten Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit TKD einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Ware übernommen hat. Ebenfalls unberührt bleibt die Haftung von TKD nach dem Produkthaftungsgesetz.   

§ 9  Schutzrechte / Urheberrechte / Geheimhaltung / Datenschutz 
1.    Sämtliche Rechte an Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, Marken, Ausstattungen und sonstigen Schutzrechten sowie Urheberrechte für den Vertragsgegenstand und Leistungen verbleiben bei den Rechtsinhabern. Dies gilt insbesondere auch für die Produktbezeichnungen, für Software und für Namens- und Kennzeichenrechte. 
2.    Die Vertragspartner verpflichten sich, alle nicht offenkundigen kaufmännischen und technischen Einzelheiten die ihnen durch die Geschäftsbeziehung bekannt werden, als Geschäftsgeheimnis zu behandeln. 
3.    Zeichnungen, Werkzeuge, Software, Formen, Vorrichtungen, Modelle, Schablonen, Muster und ähnliche Gegenstände, die von oder für TKD geliefert, genutzt oder zur Verfügung gestellt werden, sind und bleiben Eigentum von TKD. Sie dürfen unbefugten Dritten nicht überlassen oder sonst zugänglich gemacht werden. Werden die vorgenannten Gegenstände für TKD gefertigt, werden diese bereits bei Erstellung bzw. Herstellung Eigentum von TKD. Die Vervielfältigung solcher Gegenstände ist nur im Rahmen der betrieblichen Erfordernisse und der patentrechtlichen, kennzeichenrechtlichen, urheberrechtlichen und wettbewerbsrechtlichen Bestimmungen zulässig. 
4.    Vertragspartner des AUFTRAGGEBERS sind entsprechend zu verpflichten. 
5.    Der AUFTRAGGEBER darf nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung auf die Geschäftsverbindung mit TKD werbend hinweisen. 
6.    Soweit die Vertragsparteien im Rahmen der Vertragsabwicklung personenbezogene Daten des anderen Vertragspartners erheben, speichern, verarbeiten und nutzen, verpflichten sie sich gegenseitig, dies nur zum Zwecke der Vertragsabwicklung und unter Einhaltung der jeweils einschlägigen Datenschutzbestimmungen zu tun. 
 
§ 10  Kollision mit Rechten Dritter 
1.     Wenn der     AUFTRAGGEBER wegen     unmittelbarer     Verletzung von Schutzrechten, einschließlich Urheberrechten aufgrund von Lieferungen und / oder Leistungen durch TKD von Dritten in Anspruch genommen werden sollte, stellt ihn TKD frei hinsichtlich der gegen ihn erkannten oder vergleichsweise festgelegten Schadenersatzansprüche sowie hinsichtlich der Gerichts- und Anwaltskosten; dies jedoch nur unter folgenden Voraussetzungen: 
a)    Der AUFTRAGGEBER unterrichtet TKD unverzüglich von der Inanspruchnahme oder Verwarnung durch Dritte, ohne vorher irgendwelche Schritte zur Abwehr eingeleitet und/oder einen Anwalt eingeschaltet zu haben. Hiervon ausgenommen sind Sofortmaßnahmen, die eingeleitet werden müssen, bevor TKD informiert werden kann.  
b)    Nur TKD ist befugt, Abwehrmaßnahmen einzuleiten und Anwälte mit der Durchführung der Abwehrmaßnahmen zu betrauen und/oder Erklärungen abzugeben und/oder sonstige Verhandlungen vorzunehmen. Auf Wunsch von TKD wird der AUFTRAGGEBER auf Kosten von TKD einen Anwalt mit der Vertretung beauftragen. 
c)    Der AUFTRAGGEBER benachrichtigt TKD unverzüglich und laufend über die Angelegenheit und stellt insbesondere die erforderlichen Informationen und Unterlagen zur Verfügung. 
2.    Die Haftung von TKD entfällt, wenn sich die Verletzung des Rechtes eines Dritten durch Änderung des Vertragsgegenstandes oder Teilen davon ergibt, falls der Vertragsgegenstand selbst keine Rechtsverletzung begründet. Des weiteren entfällt die Haftung für den Fall, dass der AUFTRAGGEBER nach Verwarnung durch einen Dritten oder in Kenntnis einer möglichen Verletzung von Rechten Dritter weitere Benutzungshandlungen vorgenommen hat, es sei denn, TKD hat schriftlich weiteren Benutzungshandlungen zugestimmt. 
3.    Für den Fall, dass rechtskräftig festgestellt wird, dass eine weitere Benutzung des Vertragsgegenstandes Schutzrechte Dritter, einschließlich Urheberrechte verletzt oder nach Ansicht des AUFTRAGGEBERS die Gefahr einer Schutzrechts- oder Urheberrechtsklage besteht, kann TKD auf eigene Kosten und nach eigener 
Wahl dem AUFTRAGGEBER entweder das Recht verschaffen, den Vertragsgegenstand weiter zu benutzen, oder den Vertragsgegenstand austauschen oder so ändern, dass eine Verletzung nicht mehr gegeben oder zumindest weniger wahrscheinlich ist. Derartige Maßnahmen berechtigen den AUFTRAGGEBER auf keinen Fall, Ansprüche - gleich welcher Art - gegen TKD geltend zu machen. 
 
§ 11  Gewährleistung  
1.    TKD leistet für Mängel der Ware zunächst nach ihrer Wahl Gewähr durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung. Dafür hat der AUFTRAGGEBER nach Verständigung mit TKD die erforderliche Zeit und Gelegenheit zu geben, andernfalls ist TKD von der Gewährleistung befreit. Nur in dringenden Fällen der Gefährdung der Betriebssicherheit bzw. zur Abwehr unverhältnismäßig großer Schäden, wobei TKD sofort zu verständigen ist, hat der AUFTRAGGEBER das Recht, den Mangel selbst oder durch Dritte zu beseitigen bzw. beseitigen zu lassen und von TKD Ersatz der erforderlichen Aufwendungen dafür zu verlangen.  
2.    Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der AUFTRAGGEBER grundsätzlich nach seiner Wahl Herabsetzung der Vergütung (Minderung) oder Rückgängigmachung des Vertrages (Rücktritt) verlangen. Bei einer nur geringfügigen Vertragswidrigkeit, insbesondere bei nur geringfügigen Mängeln, steht dem AUFTRAGGEBER jedoch kein Rücktrittsrecht zu.
3.    Erfolgt die Inanspruchnahme von TKD durch den AUFTRAGGEBER im Wege des Rückgriffs, nachdem der AUFTRAGGEBER selbst wegen der streitigen Mängel von seinem Kunden in Anspruch genommen worden ist, so gelten für die Rechtsdurchsetzung zugunsten des AUFTRAGGEBERS uneingeschränkt die Regelungen aus §§ 445a, 478 BGB, unabhängig davon, ob am Ende der Lieferkette ein Verbraucher oder Unternehmer steht. Von den durch die Nachbesserung der Ersatzlieferung entstehenden Kosten trägt TKD –soweit die Beanstandung berechtigt ist- neben den Kosten des Ersatzstückes bzw. der Nachbesserung der mangelhaften Komponente auch die Kosten für Ein- und Ausbau sowie für den Transport und die Entsorgung. Ein Anspruch bzgl. Aus- und Einbaukosten gem. § 439 Abs. 3 S. 1 BGB scheidet allerdings gegen TKD aus, wenn der AUFTRAGGEBER die mangelhafte Sache in Kenntnis des Mangels entweder selbst eingebaut hat oder durch Dritte hat einbauen lassen. Gleiches gilt, wenn dem AUFTRAGGEBER der Mangel vor oder bei Einbau der Sache aufgrund grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben ist. Der AUFTRAGGEBER kann in diesem Falle Rechte wegen eines Mangels nur dann geltend machen, wenn und insoweit TKD den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache, die von dem Mangel betroffen ist, übernommen hat. In jedem Fall hat TKD ein Wahlrecht, entweder den Aus- und Einbau nebst Entsorgung selbst vorzunehmen oder stattdessen Ersatz der angemessenen Aufwendungen zu leisten, sofern der AUFTRAGGEBER kein vorrangig schutzwürdiges Interesse daran geltend machen kann, entweder den Aus- und Einbau selbst vorzunehmen oder durch einen von ihm eingesetzten Werkunternehmer vornehmen zu lassen. 
4.    Die Geltendmachung von Gewährleistungsrechten durch den AUFTRAGGEBER setzt die ordnungsgemäße Ausübung der ihm gem. § 377 HGB obliegenden Untersuchungs- und Rügepflichten voraus. Der AUFTRAGGEBER hat die gelieferten Gegenstände unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb 1 Woche nach Wareneingang auf Mengenabweichungen, Transportschäden und Mängel hin zu untersuchen. Zu der Untersuchung gehört auch eine Funktionsprüfung. Aufgefundene Mängel sind TKD innerhalb einer weiteren Frist von 1 Woche schriftlich anzuzeigen. 
5.    Bei berechtigten Mängelrügen dürfen Zahlungen des AUFTRAGGEBERS nur in einem Umfang zurückgehalten werden, die in einem angemessenen Verhältnis zu den aufgetretenen Sachmängeln stehen.
6.    Wählt der AUFTRAGGEBER wegen eines Rechts- und / oder Sachmangels nach gescheiterter Nacherfüllung den Rücktritt vom Vertrag, steht ihm daneben kein Schadensersatzanspruch wegen des Mangels zu. Wählt der AUFTRAGGEBER nach gescheiterter Nacherfüllung Schadensersatz, verbleibt die Ware bei ihm, wenn ihm dies zumutbar ist. Der Schadensersatz beschränkt sich dann auf die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Wert der mangelhaften Sache. Dies gilt nicht, wenn TKD die Vertragsverletzung arglistig verursacht hat. 
7.    Die Gewährleistungsfrist beträgt ein Jahr ab Ablieferung / Abnahme der Ware / Leistung. Bei Mängeln an Gegenständen, die entsprechend ihrer üblichen Verwendung für ein Bauwerk verwendet worden sind und dessen Mangelhaftigkeit verursacht haben, beträgt die Gewährleistungsfrist 2 ½ Jahre. Mit der Ersatzlieferung beginnt die Gewährleistungsfrist lediglich für die Teile, die Gegenstand der Ersatzlieferung waren, neu zu laufen. Diese Fristen gelten nicht soweit das Gesetz gem. §§ 438 Abs. 1 Nr. 2 und 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB längere Fristen vorschreibt sowie bei vorsätzlicher Handlung seitens TKD, arglistigem Verschweigen von Mängeln sowie bei Nichteinhaltung einer ggfs. abgegebenen Beschaffenheitsgarantie. Bei Mängelgewährleistungs-rechten, die im Falle des Rückgriffs in der Lieferkette (§ 445a BGB) geltend gemacht werden, gelten ausschließlich die Verjährungsregelungen in § 445b BGB.   
8.    Als Beschaffenheit der Ware gilt grundsätzlich nur die dem Vertrag zugrunde liegende konkrete Produktbeschreibung des Herstellers als vereinbart. Öffentliche Äußerungen, Anpreisungen oder Werbung des Herstellers oder Dritter stellen daneben keine vertragsgemäße Beschaffenheitsangabe der Ware dar. Angaben über Durchmesser und Gewichte der Waren sind unverbindlich; Abweichungen bis zu +/- 20 % davon stellen keinen Mangel dar. Gleiches gilt im Falle von Kabellieferungen bei Längenabweichungen, die mit einer Toleranz von +/- 10 % zulässig sind. Letzteres gilt allerdings nicht im Falle einer Fix-Längen-Fertigung, bei der der AUFTRAGGEBER vor der Auftragserteilung eine klare Absprache mit TKD über Art und Umfang des Auftrages, insbesondere bzgl. der Kabellängen getroffen hat. 
9.    Erhält der AUFTRAGGEBER eine mangelhafte Montageanleitung, ist TKD lediglich zur Lieferung einer mangelfreien Montageanleitung verpflichtet und dies auch nur dann, wenn der Mangel der Montageanleitung einer ordnungsgemäßen Montage entgegensteht. Bei Montageproblemen, die auf eine mangelhafte Montageanleitung zurückzuführen sind, hat der AUFTRAGGEBER TKD, die ihm zu den üblichen und bekannten Geschäftszeiten beratend zur Seite stehen wird, telefonisch zu kontaktieren.  
10.    Durch etwaige seitens des AUFTRAGGEBERS oder von ihm beauftragte Dritten unsachgemäß ohne Zustimmung von TKD vorgenommene Änderungen oder Instandsetzungsarbeiten sowie im Fall natürlicher Abnutzung, fehlerhafter oder nachlässiger Behandlung des Liefergegenstandes, nicht ordnungsgemäßer Wartung, Verwendung ungeeigneter Betriebsmittel sowie chemischer, elektrochemischer Einflüsse wird die Gewährleistung von TKD mit den daraus entstehenden Folgen aufgehoben, sofern TKD kein eigenes Verschulden trifft. In diesem Falle erlischt die Gewährleistungsverpflichtung für TKD völlig, es sei denn, der AUFTRAGGEBER beweist, dass die Änderungen, Instandsetzungsarbeiten und  die weiteren vorbezeichneten Einflüsse auf den Liefergegenstand nicht kausal für den Mangeleintritt / Schaden gewesen sind. 
11.    Garantien im Rechtssinne erhält der AUFTRAGGEBER durch TKD grundsätzlich nicht. Etwaige Garantien dritter Hersteller bleiben davon unberührt. 
12.    Bzgl. Handelsfähigkeit und der tatsächlichen und rechtlichen Betriebsbereitschaft leistet TKD Gewähr für den Einsatz der Lieferung und Leistung im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, es sei denn, die Lieferungen und Leistungen von TKD sind ausdrücklich in oder für ein anderes Land vertraglich vorgesehen. Es ist insoweit allein Sache des AUFTRAGGEBERS dafür Sorge zu tragen, dass bei beabsichtigter Weiterlieferung oder Einsatz in Ländern außerhalb der Bunderepublik Deutschland die dort geltenden Einfuhrbestimmungen, Embargoregelungen, Zulassungsbestimmungen und sämtliche Regelungen, die für den Einsatz und Betrieb der Lieferungen zu beachten sind, erfüllt werden. Dies gilt auch für die Einhaltung ländertypischer Betriebsvoraussetzungen (z. B. Voltzahl und Frequenz des Stromnetzes, Einhaltung von Sicherbestimmungen etc. 

§ 12  Erfüllungsort und Gerichtsstand 
Der Erfüllungsort für Lieferungen und Leistungen sowie der Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis ergebenden Verbindlichkeiten und/oder Streitigkeiten ist Nettetal oder - nach Wahl der TKD - der Ort des für die Lieferung/Leistung zuständigen TKD-Standortes. TKD ist wahlweise auch berechtigt, am Hauptsitz des AUFTRAGGEBERS oder am Erfüllungsort zu klagen. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG). Die Vertragssprache ist Deutsch. 

§ 13  Schriftform 
Nebenabreden werden grundsätzlich nur wirksam, wenn sie schriftlich getroffen werden. Änderungen und/oder Ergänzungen bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für den Verzicht auf das Schriftformerfordernis selbst. 
 
§ 14  Salvatorische Klausel 
1.    Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein oder werden oder sollten die Bedingungen eine Lücke enthalten, so bleibt die Rechtswirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. 
2.    Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Regelungen. Das gleiche gilt im Falle einer Regelungslücke.
 

Einkaufsbedingungen der TKD KABEL GmbH
für die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz
(nachfolgend kurz „TKD“ genannt)

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§ 1 Geltung der Einkaufsbedingungen  
1. Nachstehende Einkaufsbedingungen gelten für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen TKD und ihren Lieferanten, sofern der Lieferant Unternehmer, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Diese Einkaufsbedingungen gelten ausschließlich. Abweichende     Bestimmungen,     insbesonde-re     Verkaufs-,     Liefer-     und Zahlungsbedingungen des Liefe-ranten finden nur Anwendung, wenn sie von TKD schriftlich bestätigt sind.  
2.     Mit der erstmaligen Lieferung auf der Grundlage dieser Einkaufsbedingungen erkennt     der     Lieferant     die     Bedingun-gen in der jeweils aktuellen Fassung     auch     für     alle     weiteren Vertragsverhältnisse, die den Verkauf oder die Lieferung beweglicher Sachen oder die Erbringung von Werkleistun-gen zum Gegenstand als vereinbart an. Die jeweils gültige Fassung der Einkaufsbedingungen wird unter (www.tkd-kabel.de) im Internet herunterlad- und ausdruckbar zur Ver-fügung gestellt. 
3.     Individuelle Vereinbarungen mit dem Lieferanten (z. B. Rahmenverträge, Dispositionsvereinbarungen oder Beliefe-rungsverträge) haben Vorrang vor diesen Einkaufsbedin-gungen. Sie werden, sofern dort keine spezielleren Rege-lungen getroffen sind, durch die vorliegenden Einkaufsbe-dingungen ergänzt. Für den Inhalt von Vertragsänderun-gen, Ergänzungen oder mündlichen Nebenabreden ist ein schriftlicher Vertrag oder die schriftliche Bestätigung von TKD maßgebend. 
 
§ 2 Zustandekommen des Vertrages  
1.     TKD bestellt fernmündlich, schriftlich oder in Textform (z. B. Fax, Email, Online, EDI etc.). Es zählt ausschließlich der Inhalt der Bestellung. Der Lieferant hat die Bestellung inner-halb von 3 Tagen seit dem Bestellungsdatum schriftlich zu bestätigen. Sollten kürzere Lieferfristen gelten, so verkürzt sich die Bestätigungsfrist auf die Hälfte des Lieferzeitraums. Nach Ablauf dieser Frist ist TKD berechtigt, ihre Bestel-lung(en) zu widerrufen. Ansprüche des Lieferanten aufgrund wirksam erfolgtem Widerruf sind ausgeschlossen. 
2.     TKD ist berechtigt, auch nach Vertragsschluss, Änderun-gen des Liefergegenstandes zu verlangen. 
3.     Der Lieferant darf Unteraufträge nur mit schriftlicher Zu-stimmung von TKD erteilen. Bei der Erteilung von Unterauf-trägen hat der Lieferant bei eigener Haftung die gegenüber TKD bestehenden vertraglichen Pflichten vertraglich auch auf den Subunternehmer zu übertragen. Zudem hat der Liefe-rant den Subunternehmer vertraglich zu verpflichten, bei der Ausführung des Unterauftrags sämtliche gesetzlichen Best-immungen einzuhalten, insbesondere auch die Verpflich-tung zur Zahlung des Mindestlohns an dessen Arbeitneh-mer, was der Subunternehmer auf Anforderung von TKD nachzuweisen hat. Der Lieferant hat den Subunternehmer auch zu verpflichten, in gleichem Umfang die übernomme-nen vertraglichen Pflichten an eigene Subunternehmer vertraglich weiterzugeben. Wird TKD wegen Gesetzesverlet-zung eines Subunternehmers oder Subsubunternehmers in Anspruch genommen, ist der Lieferant verpflichtet, TKD von diesen Ansprüchen freizustellen. Dies gilt insbesondere im Falle einer berechtigten Inanspruchnahme von TKD auf der Grundlage des § 13 MiLoG i. V. m. § 14 AEntG. Der Lieferant trägt das Beschaffungsrisiko, wenn keine anderweitige Vereinbarung getroffen wurde. 
 
§ 3 Preise, Zahlung 
1.     Vereinbarte Preise schließen sämtliche Kosten für Verpa-ckung (Kabeltrommeln, Kartonagen, Umverpackungen, Schutzhüllen etc.), Kabelschnitte, Transport bis zu der an-gegebenen Empfangs- bzw. Verwendungsstelle, für Zollfor-malitäten und Zoll sowie im Zweifel etwaig anfallende Um-satzsteuer ein. Sind in der Bestellung keine Preise angege-ben, sind die vom Lieferanten verlangten Preise zuvor zur Einwilligung TKD bekannt zu geben.  
2.     Rechnungen sind mit allen dazugehörigen Daten und Umsatzsteuerausweis in zweifacher Ausfertigung nach Liefe-rung zu übersenden.  
3.     TKD zahlt nach Waren- und Rechnungseingang inner-halb von 30 Tagen mit 3  % Skonto berechnet auf den Brut-torechnungsbetrag oder innerhalb von 45 Tagen netto.  
4.     Bei Annahme verfrühter Lieferungen richtet sich die Fäl-ligkeit nach dem ursprünglich vereinbarten Liefertermin. 
5.     Bei unvollständiger oder fehlerhafter Lieferung ist TKD berechtigt, die Zahlung ganz oder wertanteilig bis zur ord-nungsgemäßen Erfüllung zurückzuhalten. Zurückbehal-tungs- und Aufrechnungsrechte gegen Ansprüche von TKD stehen dem Lieferanten nur mit solchen Forderungen zu, die von TKD anerkannt oder rechtskräftig festgestellt bzw. bereits entscheidungsreif sind.  
 
§ 4 Liefertermine und -fristen / Sorgfaltspflichten / Eigentumsvorbehalt 

1.     Die vereinbarten Liefertermine und -fristen sind verbind-lich. Dies und auch die nachfolgenden Regelungen in § 4 gilt bzw. gelten auch für Avisierungen (exakter Zeitpunkt der Anlieferung) durch den Lieferanten. Zur Einhaltung zählt der Wareneingang bei TKD oder am vereinbarten - im Zweifel von TKD zu bestimmenden - Leistungsort. 
2.     Der Lieferant ist verpflichtet, TKD unverzüglich schriftlich in Kenntnis zu setzen, wenn Umstände eintreten oder ihm erkennbar werden, aus denen sich ergibt, dass vereinbarte Liefertermine nicht eingehalten werden können.  
3.     Hält der Lieferant Liefertermine und -fristen aus Gründen, die in seiner Risikosphäre liegen, nicht ein, ist TKD berech-tigt, ohne weitere Inverzug- und Nachfristsetzung vom Ver-trage zurückzutreten und / oder Schadensersatz zu verlan-gen.  
4.     Werden vom Lieferanten Liefertermine und -fristen aus Gründen, die er nachweislich nicht zu vertreten hat, nicht eingehalten, verpflichten sich die Vertragsparteien, ent-sprechend den veränderten Verhältnissen den Vertrag nach Treu und Glauben anzupassen. TKD ist allerdings von jeglicher Verpflichtung zur Abnahme der bestellten Lieferung insoweit befreit und zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt, als die Lieferung infolge des Zeitablaufes für TKD unter wirt-schaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr verwertbar ist.  
5.     Teillieferungen sind nur bei ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung zulässig. 
6.     Ein Eigentumsvorbehalt ist nicht vereinbart. 
7. Dem Lieferanten von TKD zur Bearbeitung und sonstigen Auftragsausführungen überlassene Gegenstände (Kabel, Komponenten, Verpackungen, Rohmaterialien etc.) bleiben Eigentum von TKD. Die Be- bzw. Verarbeitung nimmt der Lieferant für TKD vor, so dass TKD Hersteller im Sinne des § 950 BGB ist. Erfolgt im Rahmen der Auftragsbearbeitung Verbindung oder Vermischung mit anderen im Eigentum Dritter stehenden Gegenstände, erwirbt TKD an den so erzeugten neuen Produkten Miteigentum in Höhe einer Eigentumsquote, die dem Wertverhältnis der von TKD gelie-ferten Komponenten zu den übrigen verarbeiteten oder vermischten Komponenten entspricht. Der Lieferant ver-pflichtet sich, das Eigentum von TKD pfleglich zu behan-deln und dies gegen Verlust und Beschädigungen zu versi-chern. Das Eigentum von TKD wird ausschließlich zur Ver-tragsausführung überlassen. Der Lieferant ist zur Weiter-veräußerung, Verpfändung, Vermietung, Verleihung und anderen Verfügungen zum Nachteil von TKD nicht berechtigt.  

§ 5 Gefahrübergang / Verpackung / Versicherung  
1.     Die Lieferung hat grundsätzlich frei Haus zu erfolgen und erfolgt auf Gefahr des Lieferanten bis zum Zeitpunkt der vollständigen Ablieferung an der vertraglich vereinbarten Empfangs- oder Verwendungsstellen. Diese sind im Zweifel die zum Wareneingang eingerichteten Überladebrücken bei TKD. TKD ist berechtigt, auch nach Vertragsabschluss dem Lieferanten eine andere Empfangs- oder Verwendungsstelle vorzugeben, sofern dem Lieferanten daraus kein Nachteil (Mehrkosten etc.) entsteht oder TKD sich verpflichtet, die-sen Nachteil dem Lieferanten auszugleichen. Übernimmt TKD die Anlieferung, erfolgt der Transport gleichwohl auf Gefahr des Lieferanten.  
2.     Der Lieferant hat die zu liefernden Gegenstände aus-schließlich in umweltfreundlichem Verpackungsmaterial so zu verpacken, dass Transportschäden verhindert werden. Zusätzlich sind die Verpackungsvorschriften für Anlieferung bei TKD vom Lieferanten einzuhalten. Ergänzend gelten die Bestimmungen der Verpackungsverordnung. Erfolgt dies nicht, kann TKD die angelieferte Ware zurückweisen oder diese auf Kosten des Lieferanten vertragsgemäß umverpa-cken lassen. 
3.     Die Lieferung von Kabeln auf Leihtrommeln ist nur zuläs-sig, wenn TKD dem schriftlich zugestimmt hat.  
4.     Der Lieferant versichert die Lieferung auf seine Kosten gegen Verlust und 
Schäden beim Transport und weist TKD die Versicherung auf Anforderung nach.  
 
§ 6 Mängelanzeigen 
1. a) TKD untersucht die gelieferten Produkte binnen einer Frist von einer Woche ab Anlieferung der Ware. Ist die Funktion und Mangelfreiheit des gelieferten Produktes ohne unzumutbaren Aufwand erst bei dessen Einbau, der Inbe-triebnahme, Weiterverarbeitung und / oder der Abnahme des Fertigproduktes –auch beim Endkunden- feststellbar, kann die Untersuchung auch noch später zu einem dieser Anläs-se erfolgen.  
b) Wurde zwischen dem Lieferanten und TKD eine besonde-re Qualitätssicherungsvereinbarung getroffen, beschränkt sich die Untersuchungspflicht auf Transportschäden, Iden-titäts- und Mengenprüfung der Packstücke bzw. Kabeltrom-meln. Das gleiche gilt, wenn der Lieferant gemäß ISO 9000 ff. zertifiziert ist, er mit dieser Zertifizierung geworben hat und er nicht binnen einer Frist von einer Woche nach Ver-tragsschluss gegenüber TKD schriftlich klargestellt hat, dass diese Bedeutung nicht an die Zertifizierung geknüpft werden solle. 
2.     Entdeckte Mängel sind binnen fünf Werktagen zu rügen. 
3.     Der Lieferant verzichtet auf den Einwand verspäteter Un-tersuchungen und / oder Rügen, sofern TKD ihren Ver-pflichtungen entsprechend den vorstehenden Ziffern 1. bis 2. nachgekommen ist. 
 
§ 7 Gewährleistung / Garantie  
1. Der Lieferant leistet Gewähr, dass sämtliche Lieferungen / Leistungen dem neuesten Stand der Technik, den ein-schlägigen nationalen, europäischen und internationalen rechtlichen Bestimmungen und den Vorschriften und Richt-linien von Behörden, Berufsgenossenschaften und Fach-verbänden entsprechen (z. B. CE, VDE, UL/CSA, EAC etc.). Dies gilt unabhängig davon, ob diese ausdrücklich bzw. vollständig in den Vertragsunterlagen benannt sind. Der Lieferant gewährleistet zudem die Umweltverträglichkeit der gelieferten Produkte und der Verpackungsmaterialien. An-sonsten haftet der Lieferant für sämtliche daraus folgenden Schäden einschließlich Folgeschäden. TKD ist berechtigt, vom Lieferanten die kostenlose Vorlage von Beschaffen-heitszeugnissen bezüglich der Liefergegenstände zu ver-langen. 
2. a) Darüber hinaus leistet der Lieferant, sofern nachste-hend keine abweichenden Regelungen getroffen werden, bei Sach- und Rechtsmängeln –einschließlich Falsch- und Minderlieferung , unsachgemäßer Montage, mangelhafter Montage, Betriebs- oder Bedienungsanleitung Gewähr und haftet auch bei sonstigen Pflichtverletzungen nach den gesetzlichen Bestimmungen. 
b) Der Lieferant haftet im Rahmen der Gewährleistung für die vereinbarte Beschaffenheit bei Gefahrenübergang. Produkt-beschreibungen von TKD oder solche des Herstellers / Lieferanten gelten dabei als Vereinbarungen über die Be-schaffenheit. Der Lieferant gewährleistet zudem, dass die bestellten Kabel mindestens die vereinbarte Länge aufwei-sen und in einem Stück geliefert werden.
c) § 442 Abs. 1 S. 2 BGB wird abbedungen, so dass die Mängelrechte weiter bestehen, auch wenn TKD der Mangel bei Vertragsschluss infolge grober Fahrlässigkeit unbe-kannt geblieben ist. 
3. a) Der Gewährleistungszeitraum beträgt in Anbetracht des Umstandes, dass auch die Kunden TKD eine über die ge-setzlichen Gewährleistungsfristen hinausgehende Gewähr-leistung fordern, bei Warenlieferungen zwei Jahre nach Feststellung des Mangels durch TKD, längstens jedoch 3 Jahre nach Gefahrenübergang bzw. im Falle der Erbringung von Werkleistungen durch den Lieferanten ab dem Zeit-punkt der Abnahme.  
b) Im Falle des unveränderten Einbaus der Liefergegen-stände in Produkte von TKD, beginnt die Gewährleistungs-frist mit dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Produkte durch den Endabnehmer. Sie endet spätestens allerdings drei Jahre nach Lieferung der Ware an TKD bzw. im Falle von Werkleistungen nach Abnahme der Leistung durch TKD.  
c) Schuldet der Lieferant TKD die Herstellung eines Bau-werks oder ein Werk, dessen Erfolg in der Erbringung von Planungs- oder Überwachungsleistungen hierfür besteht, beträgt der Gewährleistungszeitraum fünf Jahre nach Ab-nahme des Werkes bzw. der Planungs- und Überwachungs-leistungen. Der verlängerte Gewährleistungszeitraum gilt auch bei Lieferungen von Sachen, die entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein Bauwerk verwendet worden sind mit der Maßgabe, dass die Verjährung mit dem Zeitpunkt der Ablieferung der Sache beginnt. 
d) TKD stehen uneingeschränkt die gesetzlichen Rück-griffsrechte gem. §§ 445a ff. bzw. 474 ff. BGB zu, wenn TKD wegen eines von dem Lieferanten zu vertretenden Mangels des Liefergegenstandes von ihren Kunden auf Gewährleis-tung in Anspruch genommen wird. Dies gilt unabhängig davon, am Ende der Lieferkette ein Verbraucher oder ein Unternehmen steht (§§ 445a Abs. 3, 445b Abs. 3, 478 Abs. 3 BGB). 
4. Treten während der Gewährleistungszeit Sachmängel an Lieferungen auf, hat der Lieferant Nacherfüllung zu leisten und zwar nach Wahl von TKD durch Reparatur oder Ersatz-lieferung einer mangelfreien Sache. Ansprüche von TKD auf Schadensersatz bzw. auf Ersatz vergeblicher Aufwendungen bleiben davon unberührt. Sämtliche zur Nacherfüllung, Er-satzlieferung oder Reparatur erforderlichen Kosten für Per-sonal- und Materialaufwand, Ein- und Ausbau, Entsorgung, Transport, erhöhter, über den üblichen Rahmen hinausge-hender Prüfaufwand bei der Wareneingangskontrolle, Rück-ruf und Rechtsverfolgung etc. trägt der Lieferant. Im Falle der Ersatzlieferung durch den Lieferanten beginnen die Gewährleistungspflichten bezogen auf die neu gelieferten Teile entsprechend den vorstehenden Regelungen erneut. 
5. Wird der Nacherfüllungsanspruch von TKD nicht inner-halb angemessen gesetzter Fristen erfüllt, gilt die Nacherfül-lung als gescheitert und TKD ist berechtigt, auf Kosten und Gefahr des Lieferanten die Mängelbeseitigung selbst vorzu-nehmen oder durch Dritte vornehmen zu lassen ohne dass die Sachmängelhaftung des Lieferanten im Übrigen davon berührt wird. 
6. Der Lieferant trägt die Kosten und die Gefahr der Rück-sendung mangelhafter Liefergegenstände.
 
§ 8 Produkthaftung  
1.     Der Lieferant ist verpflichtet, TKD solche Schäden zu ersetzen, die ihm wegen eines Mangels des Liefergegen-standes entstehen. Wird TKD nach den Vorschriften in- oder ausländischer Produkthaftungsregelungen wegen der Fehlerhaftigkeit des Produktes in Anspruch genommen, die auf Fehlern der vom Lieferanten gelieferten Ware beruhen, ist der Lieferant verpflichtet, TKD von sämtlichen Ansprü-chen, die auf einen Mangel der gelieferten Teile zurückzu-führen sind, freizustellen. Die Ersatzpflicht des Lieferanten umfasst neben Schadensersatzleistungen an Dritte auch Kosten der Rechtsverteidigung, Rückrufkosten, Ein- und Ausbaukosten, Entsorgungskosten sowie den Verwaltungs- und sonstigen Aufwand von TKD für die Schadensabwick-lung.  
2.     Der Lieferant ist verpflichtet, auf seine Kosten eine Pro-dukthaftungsversicherung, die auch - wenn und soweit eindeckbar - das Rückrufrisiko mit umfasst, abzuschließen, aufrecht zu erhalten und TKD den Versicherungsschutz durch Vorlage einer Kopie der Versicherungspolice auf Verlangen nachzuweisen. Der Versicherungsschutz der Produkthaftungsversicherung ist weltweit zu erstrecken und hat hinsichtlich Umfang und Dauer mindestens den jeweili-gen Haftungshöchstgrenzen des deutschen Produkthaf-tungsgesetzes zu entsprechen, wobei bzgl. der Deckungs-summe ein Betrag in Höhe von 10 Mio. Euro pro Schadens-fall ausreicht.  
 
§ 9 Geheimhaltung / Modelle / Werkzeuge / Datenschutz 
1.     Der Lieferant ist verpflichtet, den Vertragsschluss vertraulich zu behandeln. 
Sämtliche kaufmännischen und technischen Einzelheiten sowie Betriebsvorgänge, die ihm durch die Geschäftsbezie-hung mit TKD bekannt geworden sind, sind solange als Geschäftsgeheimnisse geheim zu halten, solange sie nicht allgemein bekannt geworden sind. Die Geheimhaltungs-pflicht, die auch über die Beendigung des Vertrages hinaus bis maximal 5 Jahre ab Bekanntwerden des Geschäftsge-heimnisses gilt, hat der Lieferant seinen Beschäftigten, Unterlieferanten oder sonstigen Beauftragten vertraglich in gleicher Form aufzuerlegen. 
2. Bei der vertraglich vereinbarten Durchlieferung der Ver-tragsprodukte an Endkunden (z. B. direkt an die Baustelle) hat der Lieferant die gleichen Sorgfaltspflichten zu erfüllen, die er gegenüber TKD übernommen hat. Bei der Herstellung und Lieferung von kundespezifischen Produkten, insbe-sondere unter Verwendung von Know-How und Spezifikati-onen von TKD, darf der Lieferant TKD durch Kabellieferun-gen direkt an Vertragskunden von TKD nicht in Wettbewerb treten. Ungeachtet daraus resultierender Unterlassungs- bzw. Beseitigungsansprüchen ist der Lieferant widrigenfalls TKD gegenüber verpflichtet, den infolge der Vertragsverlet-zung entstandenen Schaden auszugleichen. 
3. Gegenstände, wie insbesondere Werkzeuge, Formen, Vorrichtungen, Modelle, Matrizen, Schablonen, Muster und sonstige Fertigungsmittel, die dem Lieferanten von TKD zur Verfügung gestellt worden sind, bleiben Eigentum von TKD. Werden die vorgenannten Gegenstände für TKD gefertigt, werden diese bereits bei Erstellung bzw. Herstellung Eigen-tum von TKD, wobei der Lieferant als Besitzmittler fungiert. Das gleiche gilt für Konstruktionen, Mischungen, Zeich-nungen, Analysemethoden und für mitgeteilte Verfahrens-weisen. Die vorbezeichneten Gegenstände, Unterlagen und Verfahrensweisen dürfen Dritten nur mit vorheriger schriftli-cher Zustimmung von TKD überlassen oder sonst wie zu-gänglich gemacht werden. Voraussetzungen für die Einwil-ligung ist die Mitteilung über den Verwendungszweck und den Empfänger.  
4. Der Lieferant ist verpflichtet, die im Eigentum von TKD stehenden Werkzeuge ausschließlich für die Herstellung der von TKD angeforderten Waren einzusetzen und diese auf eigene Kosten gegen Feuer-, Wasser- und Diebstahl-schäden zu versichern. Erforderliche Wartungs- und In-spektionsarbeiten an den Werkzeugen hat er auf eigene Kosten durchzuführen.  
5. Dem Lieferanten ist bekannt, dass seine personenbezo-genen Daten von TKD auf Datenträger gespeichert werden. Dies erfolgt bei TKD ausschließlich zum Zwecke der Durch-führung des Liefervertrages unter Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen. 
 
§ 10 Schutzrechte  
1.     Der Lieferant haftet für Schäden, die sich bei vertragsge-mäßer Verwendung der Liefergegenstände aus der Verlet-zung von Schutzrechten und/oder Schutzrechtsanmeldun-gen ergeben. 
2.     Bei Inanspruchnahme von TKD oder ihrer Abnehmer durch Dritte, stellt er diese von allen Ansprüchen aus der Benutzung solcher Schutzrechte auf Anfordern frei. Die Freistellungspflicht des Lieferanten bezieht sich auf alle Aufwendungen, die TKD oder ihren Abnehmern aus oder im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme durch den Drit-ten erwachsen. Hierzu gehören insbesondere die Kosten der Rechtsverteidigung und -wahrnehmung sowie sämtli-cher Kosten einer notwendigen Ersatzbeschaffung.  
3.     Die Freistellungspflicht des Lieferanten besteht nicht, soweit die Liefergegenstände nach von TKD übergebenen Konstruktionen, Mischungen, Zeichnungen, Modellen oder sonstigen, diesen gleichkommenden Beschreibungen oder Angaben von TKD in Unkenntnis der Schutzrechte Dritter hergestellt wurden. Dies gilt nicht im Falle grob fahrlässiger Unkenntnis des Lieferanten. Soweit der Lieferant nach Ziff. 3 nicht haftet, stellt TKD ihn von Ansprüchen Dritter frei. 
4.     Der Lieferant wird die Nutzung veröffentlichter, eigener unveröffentlichter oder lizenzierter Schutzrechte Dritter bzw. von Schutzrechtsanmeldungen spätestens vor Abschluss der Vertragsverhandlungen schriftlich mitteilen. Einen zu-sätzlichen Vergütungsanspruch wegen der Nutzung eigener oder fremder Schutzrechte bzw. Schutzrechtsanmeldungen durch die Verwendung der gelieferten Teile hat der Lieferant nicht. 
5.     Die Verjährungsfrist für die in § 10 genannten Ansprüche gegen den Lieferanten beträgt 10 Jahre, gerechnet ab Ver-tragsschluss. 
6.     Sollten der Lieferant und TKD infolge gemeinsamer Ent-wicklungstätigkeit (z. B. im Rahmen von Spezialanfertigun-gen) Ergebnisse erzielen, die erfolgreich zum Gegenstand von Schutzrechtsanmeldungen gemacht werden können, werden sich die Parteien vor der Einreichung von Schutz-rechtsanmeldungen darüber verständigen, wer als Anmel-der und im Bereich der technischen Schutzrechte als Erfin-der benannt wird. Der Lieferant wird keinesfalls eigenmäch-tig unter Ausschluss von TKD eigene Schutzrechtsanmel-dungen vornehmen. Ungeachtet dessen steht TKD zumin-dest auf jeden Fall ein räumlich und zeitlich unbeschränk-tes, auch über den Zeitpunkt der Beendigung des Lieferver-hältnisses bestehendes kostenloses Mitbenutzungsrecht zu. 
 
§ 11 Sicherheitsbestimmungen 
1.     Der Lieferant hat für seine Lieferungen die anerkannten Regeln der Technik, die Sicherheitsvorschriften und die dem Stand der Technik entsprechenden bzw. die darüber hinaus gehenden vereinbarten technischen Daten bzw. Grenzwerte einzuhalten. Zu beachten sind insbesondere auch DIN, EN, ISO, LMBG, VDE, Reach VO, RoHS VO (2011/65 EU), EG-Richtlinien (Bsp. EG Maschinenrichtlinie) und die sonstigen einschlägigen Regelwerke. 
2.     Der Lieferant verpflichtet sich, ausschließlich Materialien einzusetzen, die den jeweils geltenden gesetzlichen Sicher-heitsauflagen und -bestimmungen, insbesondere für einge-schränkte, giftige und gefährliche Stoffe, entsprechen. Gleiches gilt für Schutzbestimmungen zugunsten der Umwelt und Vorschriften im Zusammenhang mit Elektrizität und elektromagnetischen Feldern. Die Verpflichtung umfasst sämtliche weltweit geltenden Vorschriften. 
3.     Entsprechen die Produkte des Lieferanten nicht den unter Ziffer 1. bis 2. aufgestellten Anforderungen, ist TKD zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Darüber hinaus bestehende Schadensersatzansprüche bleiben unberührt. 
4.     Beabsichtigte Änderungen des Liefergegenstandes sind TKD mitzuteilen. Sie bedürfen der schriftlichen Zustimmung von TKD. 
 
§ 12 Qualität und Dokumentation 
1.     Zum     Lieferumfang     gehören     ohne     gesonderte     Berech-nung     die produktspezifischen     und / oder     technischen     Do-kumentationen,     die Konformitätserklärung sowie sonstige für den Bestellgegenstand oder dessen Verwendung erfor-derlichen Unterlagen (z. B. Montage- und Betriebsanleitun-gen, Waren- und Sicherheitshinweise etc.) und Bescheini-gungen sowie die erforderlichen Kennzeichnungen der Teile (Marken, Herstellerkennzeichen, Bestellkennzeichen, Artikel-Nr., Serienkennzeichen etc.) und / oder deren Verpa-ckung. Der Lieferant hat zudem Stückgewichte und –abmessungen der zu liefernden Teile in der Auftragsbestäti-gung anzugeben. Bei zu liefernden Neuprodukten oder im Falle von Produktabweichungen hat der Lieferant den Erst-musterprüfbericht nach VDA-Vorlage und den Spezifikatio-nen von TKD vorzunehmen. Zudem hat der Lieferant stets korrekte Angaben über das Land und den Ort zu machen, in dem die Waren produziert wurden sowie über die maßgebli-chen Zolltarifnummern.
2.     Die     Kosten     für     Konformitätserklärungen     trägt     der     Liefe-rant.     Die Konformitätserklärungen sowie die in § 12 Ziffer 1. genannten Unterlagen sind auf Verlangen von TKD in deut-scher Sprache unverzüglich vorzulegen.  
3.     Unabhängig davon hat der Lieferant die Qualität der Liefergegenstände ständig zu überprüfen. Mögliche Verbes-serungen hat er TKD unverzüglich anzuzeigen. Dies gilt insbesondere bei sicherheitsrelevanten Bauteilen. Der Liefe-rant ist zur Überprüfung der Konstruktion auf Herstellbarkeit und zu einer Plausibilitätskontrolle verpflichtet. Auf erkenn-bare Fehler der Vorgaben und absehbare Komplikationen hat er TKD unverzüglich hinzuweisen.  
4.    a) Werden bei der Bestellung Mindest- und/oder Maximal-werte von Parametern angegeben, dürfen die genannten Maximalwerte in keinem Bereich des Werk-stückes oder Produktes überschritten, die genannten Minimalwerte in keinem Fall und an keiner Stelle unterschritten werden. Soweit keine gesonderten Vereinbarungen darüber getrof-fen wurden, sind speziell im Hinblick auf die Länge von gelieferten Kabeln Minder- und Mehrlängen von maximal 5 % zulässig. Dies gilt allerdings nicht für sog. Ringware, bei welcher exakt zugeschnittene Längen bestellt werden, die der Lieferant dann auch in der bestellten durchgängigen Länge zu liefern hat. Gleiches gilt auch im Falle einer ver-traglich vereinbarten Fix-Längenfertigung. 
b)     Dies ist durch geeignete Prüf- und Messverfahren sicher-zustellen und zu dokumentieren.  
c)     TKD kann die Bekanntgabe der Ergebnisse dieser Über-prüfung jederzeit und ohne zusätzliche Kosten in schriftli-cher Form verlangen. 
5.     Sind Art und Umfang der Prüfung sowie die Prüfmittel und -methoden zwischen dem Lieferanten und TKD nicht fest vereinbart, ist TKD auf Verlangen des Lieferanten im Rah-men ihrer Kenntnisse, Erfahrungen und Möglichkeiten bereit, die Prüfungen mit ihm zu erörtern, um den jeweils erforderlichen Stand der Prüftechnik zu ermitteln. Unabhän-gig davon hat die Prüfung nach Art und Umfang zumindest dem Stand der Technik zu entsprechen.  
6.     Sicherheitsrelevante Teile hat der Lieferant einer Prüfung zu unterziehen, die zu dokumentieren ist. Er hat dabei in besonderen Aufzeichnungen festzuhalten, wann, in welcher Weise und durch wen die Liefergegenstände auf diese Eigenschaften geprüft worden sind. Dies gilt auch für die Prüfresultate. Der Prüfung unterliegen sicherheitsrelevante Teile, die in den produktspezifischen bzw. technischen Unterlagen oder aufgrund gesonderter Vereinbarungen, als solche gekennzeichnet sind oder deren Sicherheitsrele-vanz offensichtlich ist. Die Prüfunterlagen sind 10 Jahre aufzubewahren und TKD auf Anforderung kostenfrei vorzu-legen. Vorlieferanten hat der Lieferant im Rahmen der ge-setzlichen Möglichkeiten im gleichen Umfang durch schrift-lichen Vertrag zu verpflichten. 
7. Soweit     Behörden,     die     für     die     Produktionssicherheit,     Produktionskennzeichnung, Abgasbestimmungen o.ä. zuständig sind, zur Nachprüfung bestimmter Anforderungen Einblick in den Produktionsablauf und die Prüfungsunterla-gen von TKD verlangen, erklärt sich der Lieferant gegen-über TKD bereit, TKD in seinem Betrieb die gleichen Rechte einzuräumen und dabei zumutbare Unterstützung zu geben. 
 
§ 13 Auditierung 
1. TKD ist berechtigt, eine Auditierung des Lieferanten selbst durchzuführen oder durch einen Sachverständigen nach ihrer Wahl durchführen zu lassen. Diese umfasst eine Über-prüfung des Betriebs und des Qualitätssicherungs- und Umweltsystems des Lieferanten und eine anschließende Bewertung. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse werden zur Grundlage weiterer Auftragsvergaben sowie zur internen Einstufung des Betriebes (Rating) durch TKD gemacht. 
2. a) TKD ist zu angemeldeten Kontrollen des laufenden Geschäftsbetriebs des Lieferanten zur Überwachung der Qualitätssicherungsmaßnahmen berechtigt. 
b)     Sofern es in der Vergangenheit zu Qualitätsproblemen gekommen war, ist TKD     auch     zu     unangemeldeten     Kontrol-len     zur     Überwachung     der 
Qualitätssicherungsmaßnahmen berechtigt. Dieses Recht steht TKD nicht zu, wenn die letzte Beanstandung der Quali-tätssicherungsmaßnahmen des Lieferanten länger als ein Jahr zurückliegt oder bei zwei unangemeldeten Kontrollen infolge keine Mängel festgestellt werden konnten. 
c)     TKD hat, sofern sie ein angemessenes berechtigtes Inte-resse nachweist, ein Recht auf Einsichtnahme in die Unter-lagen des Zulieferers. Ein derartiges berechtigtes Interesse liegt insbesondere dann vor, wenn hierdurch Erkenntnisse gewonnen werden können, die es erlauben, die Notwen-digkeit und den Umfang eines Rückrufs abschätzen zu kön-nen. 
 
§ 14 Allgemeine Bestimmungen 
1.    Stellt der Lieferant seine Zahlungen ein, wird das Insol-venzverfahren über sein Vermögen, ein gerichtliches oder außergerichtliches Vergleichsverfahren beantragt und / oder eröffnet, ist TKD berechtigt, von dem nichterfüllten Teil des Vertrages zurückzutreten. Gleiches gilt, wenn der Liefe-rant von einem Unternehmen gekauft oder mehrheitlich beherrscht wird, welches in direktem Wettbewerb zu TKD steht. 
2.     a) Die Unwirksamkeit einzelner Klauseln berührt die Wirk-samkeit im Übrigen nicht. 
b) Unwirksame Bestimmungen werden durch die gesetzli-chen Regelungen ersetzt. Gleiches gilt im Falle einer Rege-lungslücke.  
3. a) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. 
b) Die Vertrags-, Verfahrens- und Gerichtssprache ist deutsch. 
4.     Die Anwendung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) ist ausgeschlossen. 
5.     Der Erfüllungsort für Lieferung und Leistung sowie der Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis er-gebenden Verbindlichkeiten und / oder Streitigkeiten ist Nettetal oder - nach Wahl der TKD - der Ort des für die Lieferung/Leistung zuständigen TKD-Standortes. TKD kann nach eigener Wahl den Lieferanten auch an dessen Sitz oder am Ort der Leistungserbringung verklagen. 

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