TKD Lexikon

Abkürzungen in der Kabeltechnik

Y = Polyvinylchlorid     
2Y = Polyethylen     
02Y = Polyethylen, chemisch geschäumt   
02YS = Polyethylen, physikalisch geschäumt mit Skin   
9Y = Polypropylen   
11Y = Polyurethan   
12Y = Polyethylentherephtalatester   
14Y = Thermoplastische Elastomere   
H = Thermoplastische Elastomere halogenfrei   
LS = Leitschicht    
X = Vernetzt   
C = Geflechtsabschirmung   
D = Drall-Schirm   
F = Folie   
Vl = Vliesband   
St = Statischer Schirm (Metallisierte Verbundfolie/Metallfolie usw,)   
Li = Litze   
CuLi =  Kupfer Litze   
CuDr =  Kupfer Draht   
B =  Bedeckung (bezogen auf ein Geflecht oder Drall-Schirm)   
Tg-Garn =  Träger Garn  (für Füller z.Bsp.: EC-9 oder EC-13), s. auch Kabelkatalog --> Technischer Anhang --> Kurzzeichen

Abrieb

Die Abriebfestigkeit ist ein wichtiges Kriterium für die Lebensdauer eines Kabels. Der Abrieb  wird als  A [mm³] angegeben. Ermittlung: Ein Probekörper wird mit einer bestimmten Anpresskraft auf einer mit einem Prüfschmirgelbogen bespannten, drehenden Walze geführt. Der gesamte Reibeweg beträgt ca. 40 m. Gemessen wird der abrasive Verschleiß (Masseverlust). Die Angabe erfolgt als Volumenverlust in mm³.

AC

Wechselstrom

ACR (Attenuation to crosstalk ratio)

Der Wert ACR (Attenuation to Crosstalk Ratio) gibt die Beziehung zwischen dem Nahnebensprechen und der Dämpfung bei einer bestimmten Frequenz an. Ein für die Übertragungsqualität wichtiger Faktor ist der Abstand des Nutzsignales zum Störsignal. Um eine einwandfreie Übertragung zu gewährleisten, muss das durch die Nebensprechdämpfung verursachte Störsignal um einen bestimmten Faktor kleiner sein. Dieser entspricht der Differenz zwischen der Nebensprechdämpfung und der Dämpfung der Verkabelungsstrecke. Das Störsignal entspringt einerseits vom Nebensprechen benachbarter Leitungen und andererseits von EMV-Einflüssen von außen. Bei geschirmtem Kabel ist der externe Einfluss aber so gering, dass er vernachlässigt werden kann. Bei ungeschirmtem Kabel können jedoch benachbarte Signalleitungen das ACR zusätzlich negativ beeinflussen.

Ader

Leiter mit Isolierung als Teil einer ein- oder mehradrigen Leitung.

Aderdurchmesser

Dader = Durchmesser Ader[mm]  /  Dlitze = Durchmesser Litze  [mm]  /  Wd-norm = Wanddicke, durch Norm oder Kundenwunsch festgelegt [mm]  /  Dtol = Toleranz des Durchmessers der Fertigung [mm]  /  Dzuschlag = Zuschlag z.B.: für Würgelitzen, fertigungstechnisch notwendige Wanddicke. 

AENOR

Asociacion Espanola de Normalizacion (Spanien), Zertifizierungsstelle.

AES/EBU

Informeller Name eines digitalen Audiostandards gemeinsam erstellt durch die AES- (Audio Engineering Society) und die EBU- (European Broadcast Union) Organisationen. Der Standard legt die Übertragungseigenschaften des Digitalsignals fest um die Kommunikation zwischen den Geräten zu vereinfachen.

Aldrey

Eine Aluminiumlegierung (AlMgSi) für Leiter von höherer mechanischer Beanspruchung (höhere Zugfestigkeit). Aldrey wird oft für Luftkabel oder Freileitungen eingesetzt.

Alterung von Kabeln

Der Verlauf der Alterung einer Leitung ist von vielen Faktoren abhängig - Temperatur  - Mikroorganismen - Höhe der ausgesetzten Spannung.  Insbesondere bei Koaxialkabelleitungen spielt die Alterung eine Rolle auch in Bezug auf die elektrischen Werte. Dabei spielt beispielsweise die Korrosion der Geflechte, verursacht durch Weichmacher aus den PVC-Mischungen die in das Dielektrikum der Seele migrieren, sowie die Wasserdampfpermeation eine große Rolle. Der dadurch bedingte Dämpfungsanstieg macht sich erst  bei Frequenzen > 1000 MHz bemerkbar.

Alterung/Chemisch

Es muss innerhalb des Dielktrikums ein migrationsfähiger Stoff beeinhaltet sein. Beispiel: Wassermoleküle die in die Isolation eindringen und dort sich zu bäumchenartigen Strukturen aneinander lagern (Water Trees).

Aluminiumleiter

Vor einigen Jahren zwang die Rohstoffsituation die Kabelindustrie Kupfer durch Aluminium zu ersetzen. Ersetzt man jedoch den Kupferleiter durch einen gleichwertigen Aluminiumleiter, so wiegt dieser, obwohl er den 1,6 fachen Querschnitt besitzt, nur etwa die Hälfte des Kupferleiters. Der größere Querschnitt verlangt aber einen erhöhten Materialverbrauch aller nachfolgenden Bauelemente wie Mantel und Schutzhüllen. Aluminium als Leiterwerkstoff für Kabel und Leitungen entspricht DIN 40501. In seiner Bedeutung als Leiterwerkstoff liegt Aluminium in der Elektrotechnik hinter Kupfer an zweiter Stelle und hat sich bisher ausschließlich im Freileitungsbau aufgrund des geringen Gewichtes bewährt.

Amorph

Amorph bezeichnet die unregelmäßige Verteilung der Moleküle, es ist im mikroskopischen Bereich die gestaltlose Anordnung der Moleküle von chemischen Stoffen. Als amorph (griech. = ohne Gestalt) werden solche Kunststoffe bezeichnet, deren Moleküle nicht in regelmäßigen Kristallgittern angeordnet sind, Gegensatz von kristallin.

ANSI

American National Standards Institute. Gremium in den USA welches, ähnlich der Deutschen DIN, Standards entwickelt.

Arbeitsplatzsysteme und Systemkombinationen

Werden aus den verschiedenen Stromzuführungs - und Medienzuführungssysteme kombiniert. Arbeitsbereiche werden mit den verschiedenen Arbeitsplatzaussrüstungen und speziellem Zubehör wie Schienensysteme, Ausleger, Werkzeugträger, Leitungsaufroller, Schlauchaufroller, Balancer, Hebezeuge und Werkzeuge kombiniert. Für Arbeitsplatzsysteme werden Flach– und Rundleitungen mit und ohne Zugentlastung eingesetzt.

Arrhenius Gesetz

Das Arrhenius Gesetz sagt, dass sich bei einer Temperaturerhöhung um 8 – 10 Kelvin die Altersgeschwindigkeit verdoppelt. Einflussdauer auf die Lebensdauer haben: - Water treeing - thermische Zersetzung - Migration - elektrische Alterung - chemische Alterung.

ASI

Aktor Sensor Interface. ASI ist keine weitere Feldbusleitung, sondern ist speziell für den Informationsaustausch von Sensoren und Aktuatoren konzipiert. Sie tritt als ungeschirmte Zweidrahtleitung zur gleichzeitigen Übertragung der Signale und der Versorgungsenergie auf. ASI will nicht Steuerungen untereinander verknüpfen sondern koppelt Sensoren und Aktuatoren an Speicherprogrammmierbare Steuerungen (SPS), Numerische Steuerungen (NC) und PC´s.

ASTM

American Society for Testing and Materials (USA), internationale Standardisierungsorganisation

ATM

Asynchronous Transfer Modus, asynchronischer Übertragungsmodus. Übertragungsstandard der als Grundlage für ein ISDN-Netz und Backbone-Netz dienen soll. Dabei werden die Datenpakete zerlegt und über sogenannte Switches im Netz zum Empfänger gesendet.

Aufzüge

Aufzüge für Transport- und Industriegebäude. Produktbereiche: Personenaufzüge, Bettenaufzüge, Glas– und Panoramaaufzüge, Lastenaufzüge, Bauaufzüge. Je nach Einsatzbereich werden Kombinationsleitungen für moderne Übertragungssysteme eingesetzt. In diesen Steuerleitungen können Audio, Video, Telefon, Notrufsysteme, Bussysteme usw. enthalten sein. Jeder Hersteller von Aufzügen setzt spezielle für ihn gefertigte Leitungen ein. Für alle Produktbereiche müssen gesetzliche Normen und Vorschriften eingehalten werden.

Ausbreitungsgeschwindigkeit

Ausbreitungsgeschwindigkeit ist die Übertragungsgeschwindigkeit der elektrischen Energie in einer Länge des Kabels, verglichen mit der Lichtgeschwindigkeit im freien Raum.

äußere Leitschicht

Leitschicht aus nichtmetallischem und/oder metallischem Material, die die Isolierung bedeckt.

äußere Schutzhülle

Eine oder mehrere nichtextrudierte Lagen auf der Außenseite eines Kabels.

AWG

American Wire Gauge ist eine Kodierung für Drahtdurchmesser und wird überwiegend in Nordamerika verwendet. Sie kennzeichnet elektrische Leitungen aus Litzen und massivem Draht und wird vor allem in der Elektrotechnik zur Bezeichnung des Querschnitts von Adern verwendet. Je kleiner die AWG-Zahl desto größer der Leiterquerschnitt.

Backlacke

Backlacke werden wie bei Zweischichtlackdrähten nacheinander auf dem selben Draht aufgebracht, wobei die untere Schicht, die Isolierschicht und die obere Schicht (Backlackschicht) thermoplastisch ist. Dadurch erfolgt eine Verbackung der gewickelten Spule. Ein zusätzliches Tränken der Spule erübrigt sich.

Bandbreite

Bandbreite ist der Frequenzbereich eines LWL in dem Daten in einer bestimmten Zeiteinheit übertragen werden können. Je größer die Bandbreite desto mehr Daten können übertragen werden. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist abhängig von der Bandbreite des gesamten Netzwerkes.

Bandieren

Bandieren ist der Vorgang Aderpaare, Verseilverbände usw. mit Vlies, Kunststofffolie, Stahlband oder anderen Materialien zu umwickeln.

BASEC

British Approvals Service for Cables (Zertifizierungsstelle Großbritannien und Irland)

Baud

Einheit für eine Schrittgeschwindigkeit bei der Übertragung von Nachrichten. Ein Schritt pro Sekunde.

BBK

Abkürzung von Breitbandkommunikationskabel. Übertragung von vielen Informationen über ein Kabelsystem.

Beidraht

Nichtisolierter Draht, der sich in Kontakt mit einer Leitschicht oder einem Schirm befindet.

Beilauf

Beilaufdraht/Litze: Er dient der direkten elektrischen Verbindung der Abschirmung mit dem Bezugspotential (Erde/Masse) Der Beilauf sollte einen kompakten Litzenaufbau haben. Die Kontaktierung zum Schirm muß sichergestellt sein.

BEL

Zehn Dezibel = 1 BEL. Bel ist wie Dezibel ein dimensionsloses Zahlenverhältnis und ist die in der Hochfrequenztechnik übliche Maßeinheit für Dämpfung.

Beschleunigungsumrechner (G)

Insbesondere bei Fördermittelleitungen und Schleppkabel ist die Verfahrgeschwindigkeit in m/sec eine relevante Kenngröße. Die Kundenangaben zum Leistungsvermögen der anzubietenden Kabel erfolgt oft aber in (G) respektive der Nennung der Erdbeschleunigung. Um eine Umrechnung von G in m/sec² vornehmen zu können.

Betriebsspannung

Betriebsspannung ist die Spannung einer elektrischen Schaltung in Volt, die zu deren Betrieb notwendig ist. Sie ist die tatsächliche Spannung in einem Netz. Sie kann durch wechselnde Inanspruchnahme von Stromabnehmern um ca. 5% schwanken.

Bewehrung

Metallische Hülle aus Bändern oder Drähten, die im Allgemeinen zum Schutz des Kabels gegen äußere mechanische Beanspruchungen dient.

blanker Leiter

Leiter aus Metall, bei dem der Draht oder die Einzeldrähte nicht mit einem zusätzlichen Metall beschichtet sind (Oberflächenveredelung)

Blausäure

Blausäure (= Cyanwasserstoff) ist eine farblose bis leicht gelbliche, brennbare, flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit.

Brandlastwerte

Die Brandlast ist die Energie die beim Verbrennen von Leitungen und Kabeln frei wird. Sie wird unter VDE 0108, Teil 1 und den Datenblättern Brandlast beschrieben (Einheit kJ/kg)

Brandtest

Test zur Ermittlung des Brandverhaltens, unterschieden in den Kategorien A, B und C in Abhängigkeit des Gesamtvolumens (Liter)

Brandverhalten

Beschreibt das Brandverhalten eines Kabels, man unterscheidet: Nichtbrennbar, schwerentflammbar, normalentflammbar und leichtentflammbar.

Bruchdehnung

Die Bruchdehnung ist ein Materialkennwert, der die bleibende Verlängerung der Probe nach dem Bruch, bezogen auf die Anfangsmesslänge, angibt. Beim Biegen eines Kabels werden die Oberflächen der Isolierhüllen und Mäntel gedehnt. Bei einer im Regelfall nicht bestimmungsgemäßen Biegung um den eigenen Durchmesser beträgt die Dehnung in der äußeren Phase nicht mehr als 50% und liegt damit weit unterhalb der zulässigen Mindestdehnung von z.B. PVC. PUR hat eine Bruchdehnung von ca. 500 %!

Bruchlast

Die Bruchlast ist das Produkt aus Nennquerschnitt und Zugfestigkeit.

Busleitungen

Ein „Bus“ ist die Zusammenfassung einer Vielzahl von parallelen Leitungen, an die mehrere Funktionsblöcke oder Komponenten eines Rechners angeschlossen sind. Durch den Einsatz von Bustechnik können Kosteneinsparungen von ca. 40% bei Verkabelung, Inbetriebnahme und Wartung im Vergleich zur konventionellen Technik erreicht werden.

 

 

Kurz-bez Benennung Ausführung
UTP Unshielded twisted pair Paare nicht geschirmt, kein Gesamtschirm des Mantels
S/UTP Shielded - UTP Paare nicht geschirmt, Gesamtschirm des Kabels, wobei nicht festgelegt ist , ob es sich um einen Folienschirm oder Flechtschirm handelt
FTP Foil shielded twisted pair Paare nicht geschirmt, Gesamtfolienschirm des Kabels
S/FTP Shielded FTP Paare nicht geschirmt, Gesamtfolien und Flechtschirm des Kabels
S/STP Shielded twisted pair Paare mit Folienschirm, Gesamtschirm des Kabels wobei nicht festgelegt ist , ob es sich um einen Folienschirm oder Flechtschirm handelt

 

Butyl-Kautschuk

Butyl-Kautchuk ist ein synthetischer Kautschuk aus Isobutylen und Butadien oder Isopren hergestelltes Mischpolymerisat. Er besitzt eine große Altersbeständigkeit bei geringer Gasdurchlässigkeit und eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien.

CATV

Bezeichnung für Community Antenna Television. CATV-Kabel dienen vor allem der Fernsehverteilung, können aber auch für alle anderen Übertragungen bis zu 1 Gigahertz eingesetzt werden.

CEBEC

Comitee for Electrotechnical Belgium Community (Zertifizierungsstelle Belgien)

CEC

Canadian Electrical Code, Abkürzung für die kanadische Version des National Electrical Code (NEC).

CEE

Europäische Normungsinstitution, Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment, dt.: Internationale Kommission für die Regelung der Zulassung elektrischer Ausrüstungen - Europa.

CENELEC

Comité Européen de Normalisation Électrotechnique, dt.: Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung

Chloropren-Polymerisate / Chloropren-Kautchuk

Chloropren-Kautschuk ist ein durch Polymerisation von Chloropren (Chlorbutadien) hergestellter Syntetikkunststoff. Er hat eine gute Lösungsmittelbeständigkeit bei sehr guten Festigkeitswerten, ist schwer entflammbar und wirkt thermisch isoliert, ist aber sehr teuer (hochwertige Gummileitungen).

CM

Chloriertes Polyethylen: Elastomeres Mantelmaterial, ozonbeständig.

CMX

CMX ist eine Type des Oberbegriffs Kommunikationskabel gem. UL 444

CN

CN ist die Abkürzung für Cyanide. Cyanide sind Salze und andere Verbindungen der Blausäure, PUR entsteht z.B. aus der Polyadditionsreaktion von Diolen bzw. Polyolen mit Polyisocyanaten.

Coating

Beschichtung, Coating ist eine primäre Kunststoffschicht, die direkt auf dem Mantelglas bei LWL aufgebracht ist. Sie dient als mechanische Schutzschicht (schlichte).

Comparative Tracking Index

Abk. CTI. Die nach DIN/IEC ermittelte Vergleichszahl der Kriechwegbildung ist der Zahlenwert der höchsten Spannung in Volt, bei der ein Werkstoff 50 Aufpropfungen einer definierten Prüflösung ohne Kriechwegbildung widersteht.

CR

Abkürzung für Polychloropren, wird durch Polymerisation von 2-Chlor-Butadien hergestellt.

Crimpen

Crimpen ist eine mechanische Verbindungstechnik. Hier wird bei der Verbindung von z.B. Koaxialkabeln mit den dazugehörigen Steckern mittels einer Crimpzange eine Metallhülse über die Schirmung geschoben und zusammengequetscht.

CSA

Canadian Standards Association (technische Prüforganisation, Kanada)

Dämpfung

Dämpfung ist der Leitungsverlust vom Leitungsanfang zum Leitungsende durch Abstrahlen elektrischer Leistung, da jeder Leiter als Sendeantenne wirkt. Je kleiner dieser Wert umso besser (Reduzierung der Signalamplitude). Die Dämpfung nimmt mit zunehmender Frequenz und Kabellänge zu, d.h. der Signalpegel wird verschlechtert.

Datenkabel

Oberbegriff für das Übertragungsmedium der Informations- und Kommunikationstechnik, z.B. Kabel, Draht oder Lichtwellenleiter die die Verbindung zwischen Sender und Empfänger herstellen. Über Datenkabel kann heute die komplette Kommunikation von Handel und Industrie abgewickelt werden. Die Verkabelungsstrecken sind in die Klassen A bis E eingeteilt. Einfachste Datenkabel bestehen aus zwei miteinander verseilten Kupferleitern, deren Dielektrikum beispielsweise aus PE-foam-Skin besteht.

Datenübertragungsrate

Siehe Signalausbreitungsgeschwindigkeit.

DC

Gleichstrom

DEL

Deutsches Elektrolytkupfer für Leitzwecke. DEL ist die Börsennotierung für 99,5% reines Kupfer in €/100 kg.

DEMKO

Danmarks Elektriska Materialkontroll, Dänemark. Staatliche Test- und Zertifizierungsstelle

Dezibel

Abkürzung: dB. Dezibel ist ein dimensionsloses Zahlenverhältnis. Es ist der zehnte Teil eines Bels und ist die in der Hochfrequenztechnik übliche Maßeinheit für die Dämpfung.

Dichte

Die Dichte ist das Verhältnis der Masse zum Raum eines Körpers. Ist die Masse m und der Rauminhalt V, so ist das Verhältnis der Dichte p = m/V.

Dielektrischer Verlustfaktor

Der Dielektrische Verlustfaktor eines Isolierstoffes als Dielektrikum ist der Tangens des Verlustwinkels, um den die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung im Kondensator abweicht.

Dielektrizitätszahl

Die Dielektrizitätszahl, gibt an um wieviel mal größer die Kapazität eines Kondensators mit einem bestimmten Isolierstoff als Dielektrikum ist, als der gleiche Kondensator mit Luft als Dielektrikum.

Dieselhorst-Martin Vierer

Der DM-Vierer entspricht zwei verseilten Paaren während der Sternvierer lagenverseilt ist. Bei dieser Verseilung ist es möglich, durch geeignete Schaltungen, mehrere Gespräche gleichzeitig auf den vorhandenen Adernpaaren führen zu können (Phantomschaltung).

Drahtleitung

Für die Übertragungseigenschaften des Leiters gelten sehr eng definierte Toleranzen, die mit einem Litzenleiter nicht erreicht werden können.

Drop Kabel

Ein Drop-Kabel ist das Anschlußkabel der Station an das Netzwerk. Dieses Kabel verbindet die Station mit dem Transceiver.

Druckverfahren

Bei diesem Verfahren erfolgt die Isolierung der Ader im Spritzwerkzeug unter Druck. Dabei wirkt auf dem Draht eine mehr oder weniger große Druckkomponente. Dieses Verfahren wird überall dort eingesetzt wo eine bei der Ummantelung auf das Kabel einwirkende Druck oder Kraftkomponente erlaubt oder erwünscht ist. Dies ist in erster Linie bei der Primärisolation der Fall wo eine gewisse Haftfestigkeit der Isolation auf den Leiter gefordert ist.

Durchschlag

Elektrische Funkenentladung bei der eine Isolation zerstört wird, der Strom fließt durch den Isolator. Hier ist die Spannung höher als die Durchschlagsfestigkeit des Isolationsmaterials

Durchschlagsspannung

Die Durchschlagsspannung, oder Überschlagsspannung genannt, bezeichnet in der Elektrotechnik die Spannung, welche notwendig ist, um Strom durch eine Isolation auf einen metallischen Leiter  fließen zu lassen. Es kommt dann zum elektrischen Durchschlag bzw. Spannungsdurchschlag.

Duroplaste

Duroplaste sind Kunststoffe mit der Eigenschaft, dass sie durch Wärmebehandlung zunächst verformbar sind und durch weitere Wärmebehandlung irreversibel ausgehärtet werden können. Die Aushärtung erklärt sich aus einer großen Häufigkeit von Vernetzungsstellen zwischen den einzelnen Molekülketten.

Eigensichere Leitungen

Eigensichere Leitungen (VDE 0165) für den Einsatz in explosionsgefährdeten Räumen. Die Kabel müssen einen blauen Außenmantel als Kennzeichen haben.

Energieführungskette

Baugruppe aus mit Scharnieren verbundenen Tragegliedern zur richtungsgebundenen, dynamischen Führen von Energieleitungen aller Art.

Einphasiges Kabel mit konzentrischem Neutralleiter

Einadriges Kabel mit einem konzentrischen Leiter, der als Neutralleiter vorgesehen ist.

Einzeldraht

Metallischer Draht mit gleichmäßigem Querschnitt zur Herstellung des Leiters oder Schirms.

Einzeldraht mit Überzug

Einzeldraht mit einer dünnen Metallauflage zur Verbesserung der Eigenschaften oder Kontaktierbarkeit (plattierter Einzeldraht).

Elastomere

Elastomere sind elastisch verformbare Kunststoffe die sich bei Zug- oder Druckbelastung verformen, jedoch danach wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurückfinden. Der gravierende Unterschied zwischen Thermoplasten und Elastomeren liegt darin, dass letztere als Vulkanisate keinen Schmelzpunkt oder Schmelzbereich aufweisen. Allerdings bedeutet das nicht, dass Elastomere auch bei hohen Temperaturen stabil sind. Es findet auch hier eine von der Temperatur und der Dauer Ihrer Einwirkung abhängige thermische Zersetzung statt.

EMV

Elektromagnetische Verträglichkeit. Der Begriff EMV ist definiert als die Fähigkeit einer elektr. Einrichtung in einer elektromagnetischen Umgebung zufriedenstellend zu funktionieren und andere Einrichtungen nicht unzulässig zu beeinflussen. Dabei muss jede elektrische Einrichtung gleichzeitig als Störquelle und als Störsenke gesehen werden. Die Übertragung der Störung erfolgt über die Kopplung. Die Leitung selbst kann als eigentliche Störquelle angesehen werden. Die Erzeugung elektromagnetischer Störungen muss soweit als möglich begrenzt werden, so dass ein bestimmungsgemäßer  Betrieb von Funk-, Telekommunikation usw. ermöglicht wird. Durch geeignete Leitungskonstruktionen können Störsignale meist soweit minimiert oder abgeschirmt werden, dass keine negativen Auswirkungen mehr zu erwarten sind. Die Einflußfaktoren sind dabei: - die optische Bedeckung des Geflechtes - der Flechtwinkel - die Anzahl der Flechtdrähte - Kombination von Geflecht und St-Schirm und/oder Cu-Vlies. Parallel liegende Einzeladern oder Flachleitungen sind aus der Sicht der EMV die schlechteste Lösung und sollte bei Auftreten von EMV-Problemen vermieden werden. Die Datenleitung sollte immer getrennt und in möglichst großem Abstand von „störenden“ Energieleitungen verlegt werden.

Energieführungsketten

Die Energieführungskette ist ein Bauteil (Baugruppe aus scharnierend verbundenen Tragegliedern) im Maschinenbau, das flexible Kabel, pneumatische oder hydraulische Elemente führt und schützt. Solche Kabel sind an einem Maschinenteil angeschlossen, welches dauernd hin und her bewegt wird. Ohne eine solche Führung, die die Einhaltung des kleinsten zulässigen Biegeradius der Kabel garantiert, würden die Kabel unter der Dauerbelastung rasch zerstört.

Energieführungsschläuche

Energieführungsschläuche sind eine ideale Lösung für standardisierte Applikationen. Leitungen werden in Flexible Rund– oder Flachprofile geführt und mit entsprechenden Adaptern befestigt. Für höhere Belastungen wird ein gliederloses und durchgehend extrudiertes Energieführungsprofil eingesetzt. Geräusch- und vibrationsfrei. Anwendungsgebiete: Kleine Brückenkrane, optische Systeme, Regalbediengeräte, Applikationen mit hohem Verschmutzungsgrad, Torantriebe, Handhabungstechnik, Kältetechnik. Neben Leitungen können auch Schläuche (Wasser, Druckluft, Sauerstoff, Brenngase usw.) aufgelegt werden. Für Roboter, Einsatz in Reinräumen, Chemische Beständigkeit, UV–beständig usw. Für Innen– und Außenanlagen geeignet.

EPDM

Ethylen-Propylen-Dien-Monomer-Kunstkautschuk ist ein terpolymeres Elastomer. Gute Ozon- bzw. Alterungsbeständigkeit, sehr gute elektrische Eigenschaften, kältefest, kann peroxidisch vernetzt werden. (Gummiisolierte Adern und Leitungen).

EPM/EPR

Ethylen-Propylen Kautschuk s. EPDM

ETFE

Ethylen-Tetrafluorethylen ist ein flouriertes Copolymer, besonders geeignet in der Wire-Wrap Technik. Durch Mischpolymerisation von Ethylen und Tetrafluorethylen erhält man Poly-Ethylen-Tetrafluorethylen.

EVA

Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat ist eine Gruppe von Copolymeren und wird durch Copolymerisation von Ethen (Ethylen) und Vinylacetat hergestellt. EVA hat eine für Kunststoffe hohe Wärme- und Alterungsbeständigkeit.

Extrinsische Verluste

Extrinsische Verluste nennt man die Kopplungsdämpfung der Strahlungsleistung verursacht durch mangelnde oder fehlerhafte Verbindungen.

Extrudieren

Extrudieren ist das kontinuierliche Aufschmelzen von Kunststoff-Formmassen und Ausstoßen durch eine formgebende Düse (Mundstück) in einem Extruder mit anschließender Abkühlung zur Herstellung von Halbzeugen und Fertigprodukten, z. B. Leitungsisolierungen oder -mänteln.

extrudierte Isolierung

Isolierung, die im Allgemeinen aus einer Lage eines thermoplastischen oder thermoelastischen Materials besteht und in einem Extrusionsprozess aufgebracht wird.

FCFC

Abkürzung für Flat Core Flat Cable (Flaches Kabel – Flacher Leiter).

FDDI

Fiber Distributet Data Interface: Schnittstelle für Daten die per Lichtwellenleiter übertragen werden. FDDI ist eine Hochgeschwindigkeitssnetzwerktechnologie die auf dem Token Ring basiert. FDDI bietet eine Übertragungsrate von 100 Mbit.

Federleitungstrommeln

Federleitungstrommeln mit Federantrieb werden als Stromzuführungen für ortsveränderliche Verbraucher von flexiblen Energie – und Steuerleitungen eingesetzt. Anwendungsgebiete: Portal – und Drehkrane, Bordkrane, Mobilkrane, Baukrane, Verladeanlagen, Magnet – und Greiferkrane, E – Züge, Schiebebühnen, Hebebühnen, Stapler, Längsräumer in Kläranlagen, Beschickungsanlagen, Palettieranlagen, Regalbediengeräte auch Seeschiffe, aggressive Verhältnisse, Ex – Räume,  usw. Die Leitungstrommeln entsprechen den VDE - und UVV - Vorschriften.

Feldbus

Der Feldbus ist ein System von Kabeln und verbindet in einer Anlage Feldgeräte wie Messfühler (Sensoren) und Stellglieder (Aktoren) zwecks Kommunikation mit einem Steuerungsgerät.

FEP

siehe PTFE/FEP

Ferrule

Hochpräziser runder Führungszylinder indem die Glasfaser eingebracht und fixiert wird. Auch Aderendhülse, zum Verpressen von flexiblen Leiterenden; Verbinden von Einzeladern an Schraubklemmen, Federzugklemmen in der Elektrik.

FFT-Frequenzanalyse

Die Fast Fourier Transformation ist ein Algorithmus der mathematisch eine Prozessgröße gemessen über eine bestimmte Zeit ausdrückt. In der Kabelfertigung, vorzugsweise bei der Herstellung von Nachrichtenkabeln, sind kleinste Kabelparameterschwankungen zu vermeiden sofern sie periodisch auftreten. Die Herstellung modernster Kabelprodukte (Koaxialkabel)  erfordert eine ständige Überwachung der Kabeldurchmesser, der Exzentrizität und der Kabelkapazität hinsichtlich periodischer Schwankungen. Die Online-Analyse dieser Messdaten im Frequenzbereich stellt ein leistungsfähiges Kontrollwerkzeug zur Feststellung periodisch auftretender Unregelmäßigkeiten bei der Kabelextrusion dar.

Flachkabel

Mehradriges Kabel, das Adern oder Gruppen von Adern hat, die parallel und flach angeordnet sind.

Flammwidrigkeit

Die Flammwidrigkeit beschreibt das Brennverhalten von Leitungen und Kabeln unter Flammeinwirkung. Erst ab Sauerstoffindexwerten von 27 sind Materialien als schwer entflammbar einzustufen und sogar selbstverlöschend. Als Beispiel sei PE mit einem Sauerstoffindex von 17 erwähnt, das folglich wie Baumwolle abbrennt.

flexibles Kabel

Kabel, bei dem die Flexibilität im Betrieb gefordert wird und dessen Aufbau und Material derart sind, dass es diese Anforderungen erfüllt.

Freileitungen

Freileitungen sind nicht-isolierte Leiterseile. Freileitungen werden zur Überlandenergieweiterleitung elektrischer Energie eingesetzt.

Geflecht

Da in der heutigen Zeit die elektr. Geräte in Bezug auf störende Beeinflussung immer empfindlicher werden und die Anzahl von Geräten, die elektrische Felder erzeugen ständig zunimmt, wurde es notwendig, diese störenden Geräte in Bezug auf Abstrahlung von elektrischen Feldern abzuschirmen. Verwendung findet hier ein metallischer Schirm, der sowohl als Geflecht als auch als Metallfolie zum Einsatz kommen kann. Störimpulse von außen nach innen bzw. innen nach außen sollen durch Geflechte vermieden werden.

Geflecht/Flechten/cm in Schlaglänge

Ein Maß/Indiz für die Geflechtsgüte

gemeinsam geschirmtes Kabel

Mehradriges Kabel, das einen Schirm besitzt der konzentrisch zur Kabelachse um die Adern angeordnet ist.

gemeinsame Aderumhüllung

Nichtmetallische Hülle, die die verseilten Adern (einschließlich einer gegebenenfalls vorhandenen Zwickelfüllung) eines Mehrleiterkabels bedeckt und über der die Schutzumhüllung aufgebracht ist.

Geschäumte Isoliermaterialien

Die wesentlichen Vorteile geschäumter Produkte sind : -  Kleinere Kabeldurchmesser bei gleichwertigen Produkteigenschaften - Geringere Materialkosten -  Gewichtseinsparung

gewellter Metallmantel

Metallischer Mantel mit im Allgemeinen ring- oder wendelförmigen Wellungen.

gewickelte Isolierung / gewickelte Isolierhülle

Isolierung aus wendelförmig um den Leiter gewickelten konzentrischen Lagen.

Gleitmittel

Unterscheidung: Innere und äußere Gleitmittel. Gleitmittel werden vorzugsweise als äußere Gleitmittel eingesetzt um das Kleben an den Metallflächen des Extruders zu verhindern. Auch der Oberflächenglanz wird dabei verbessert.

Gy / Gray

Ist eine von Joule und Kilogramm abgeleitete Größe. Sie gibt die durch ionisierende Strahlung verursachte Energiedosis an und beschreibt die pro Masse absorbierte Energie.

Haftsitz

Wenn zwei Kabelelemente mechanisch getrennt werden sollen, muss auf einer festgelegten Verbindungslänge der Elemente eine Kraft aufgebracht werden, die gemessen werden kann. Diese Angabe in z.B.: N/100mm nennt man Haftsitz.

Halogenfrei

Isolierstoffe sollen frei von Halogenen wie Brom, Chlor, Flour und Jod sein. Halogenfrei bedeutet also, dass ein Produkt als ganzes keine solchen Elemente enthält.

Hi-Pot

Hi-Pot: Mit der Hi-Pot Station™ werden Isolationsprüfungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine potentiell gefährlichen Ableitungsströme vom Zellenstromkreis zu den offen liegenden Modulflächen entstehen.

Hochfrequenzlitzen

Als Hochfrequenzlitzen werden Bündel dünner Kupferlackdrähte bezeichnet, die aus einer beliebigen Anzahl von Einzeldrähten bestehen können. 

Hohlleiter

Ein Leiter der so aufgebaut ist, dass ein zentraler Kanal entsteht.

Hook-up Wire

Schaltadern / Schaltlitzen

Hydrolyse

Bei längerer Lagerung in warmen Wasser, Sattdampf oder tropischem Klima tritt bei gewissen Kunststoffen eine irreversible Aufspaltung der Molekularketten ein.

Impedanz

s. Wellenwiderstand

Induktanz

Induktanz ist in der Elektrotechnik der induktive Blindwiderstand oder auch der induktive Wechselstromwiderstand.

Innenmantel

Nichtmetallischer Mantel, der im Allgemeinen unter einem metallischen Mantel, einem Druckschutz oder einer Bewehrung aufgebracht ist.

innere Leitschicht

Leitschicht aus nichtmetallischem und/oder metallischem Material, die den Leiter bedeckt.

Interface

Schnittstelle, Übergangsstelle zwischen verschiedenen Hardware-Einheiten

Interferenz

Bei der Interferenz werden mehrere Wellen im Raum überlagert. (Zwei Wellen gleicher Amplituden, gleicher Phasen verstärken sich. Wenn Wellenlängen dagegen gegeneinander verschoben werden so löschen sie sich aus.)

Isolationswiderstand

Isolierstoffe setzen dem elektrischen Stromdurchfluss einen sehr hohen Widerstand entgegen. Er ist zur Kabellänge umgekehrt proportional. Der Isolationswiderstand ist ein Maß für die Güte des Isoliermaterials zwischen zwei Leitern oder zwischen einem Leiter und der Schirmung . Das Isolationsmaterial bestimmt im wesentlichen den Isolationswiderstand. Dabei ist nicht so sehr die Isolationsdicke entscheidend, sondern die Materialbeschaffenheit. Der Isolationswiderstand ist längenabhängig, er wird in c angegeben. Seine Werte sollten bei 1 GOhm x km liegen. Bedingt durch die Längenabhängigkeit sinkt der Isolationswiderstand mit größer werdenden Strecken.

isolierte Leitung

Anordnung aus einer oder mehreren Adern, deren individuellen Umhüllungen, soweit vorhanden - Schirme, Mäntel und Bewehrungen, soweit vorhanden - Schutzumhüllungen, soweit vorhanden sein können. Zusätzliche unisolierte Leiter können in das Kabel integriert sein.

Isolierwerkstoff

Die den Leiter umgebenden Isoliermaterialien, können eingeteilt werden in Werkstoffe zur elektrischen Isolierung und in Mantelwerkstoffe, die hauptsächlich gegen äußere Einflüsse schützen sollen.

Kabel mit konzentrischem Neutralleiter

Kabel mit einem konzentrischen Leiter, der als Neutralleiter vorgesehen ist.

Kabelschirm

Geerdete metallische Umhüllung zur Begrenzung des elektrischen Feldes auf des Kabelinnere und/oder zum Schutz des Kabels vor äußeren elektrischen Beeinflussungen. ANMERKUNG: Metallische Mäntel, Folien, Umflechtungen, Bewehrungen und geerdete konzentrische Leiter können auch als Schirme dienen.

Kapazität

Kapazität ist ein Maß, wie gut ein Signal (unverfälscht) übertragen wird. So kann zum Beispiel eine hohe Kapazität das Eingangssignal so verändern dass es vom Empfänger am anderen Ende der Leitung nicht mehr als ursprünglich erkannt wird und es kommt zu Fehlermeldungen.

Kennfäden

Firmenkennfäden werden in das Produkt eingefügt, um den Hersteller eindeutig zu identifizieren. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn keine oder keine eindeutige Bedruckung erfolgt. Beispiele für Kennfäden: -Firmenkennfaden VDE, Firmenkennfaden SEV, Firmenkennfaden UL usw.

Kernfüller

Füller werden als Kernelement oder als Aderersatz in den Verseilaufbau integriert. Er soll für einen möglichst runden Seilaufbau sorgen, indem er die Adern des Verseilverbundes als Träger stützt. 

kGy

1000 Gy = 1 kGy (s. Gy/Gray)

Klöppelspulen

Auf den Klöppelspulmaschinen wird aus Einzeldrähten der gefachte Draht für das Flechten oder D-Wickeln hergestellt.

Koaxkabel / Konstruktionsvarianten

Koaxialkabel mit verzinnten Kupfergeflechten als Außenleiter haben im Neuzustand eine 15-20% höhere Dämpfung als blanke Geflechte, zeigen jedoch ein wesentlich stabileres Dämpfungsverhalten. Koaxialkabel mit versilberten Kupfergeflechten haben im Neuzustand dieselben Dämpfungswerte wie Kabel mit blanken Geflechten. In ihrem Langzeitverhalten sind sie jedoch gleich zu beurteilen wie Kabel mit verzinnten Geflechten.

Koaxleitungen

Ein Koaxialkabel besteht aus einem Mittelleiter und dem elektrisch leitenden Abschirmmantel, dem Geflecht (zweiter Stromweg). Das Wort Koaxial deutet an, dass die Achse des Innenleiters mit der Achse des Abschirmmantels übereinstimmt.

konfektionierte Leitung

Anordnung aus einem flexiblen Kabel oder einer Schnur, versehen mit einem nicht abklemmbaren Stecker und einer nicht abklemmbaren Gerätesteckdose, die für den Anschluss eines elektrischen Geräts an die Stromversorgung vorgesehen ist.

Konzentrische (lagenverseilte) Litzen

besitzen einen gleichmäßigen Durchmesser. Die elektrischen Eigenschaften von konzentrischen Leitungen sind in engen Toleranzen fertigbar, kleinste Wandstärken möglich!

konzentrischer Leiter

Leiter, der einen oder mehrere isolierte Leiter konzentrisch umschließt.

konzentrischer Neutralleiter

Konzentrischer Leiter, der als Neutralleiter vorgesehen ist.

konzentrischer verseilter Leiter

Element eines mehrfach verseilten Leiters, bestehend aus einer Gruppe von konzentrischen Drähten.

Kopplungswiderstand

Der Kopplungswiderstand ist ein Parameter zur Bewertung von Schirmungen für Kabel. Der Kopplungswiderstand ist ein Maß für die Güte der Schirmung und wird definiert als das Verhältnis der Spannung längs des Schirms des gestörten Systems zu dem Strom des störenden Systems. Die Größe und der Frequenzgang des Kopplungswiderstandes hängen vorwiegend vom Aufbau der Schirmung ab. Bei Gleichstrom und tiefen Frequenzen ist die Transferimpedanz identisch mit dem Gleichstromwiderstand der Schirmung. Bei steigenden Frequenzen verhält sie sich, abhängig von deren Beschaffenheit, völlig unterschiedlich. Die Schirmdämpfung kann für geschirmte symmetrische Kabel nur messtechnisch vernünftig ermittelt werden. Es gibt mehrere unterschiedliche Meßmethoden, die sich in dem zu messenden Frequenzbereich unterscheiden.

Korona-Behandlung

An der Isolationsoberfläche werden Fremdschichten durch Oxidation verdampft. Die oberflächliche Oxidation des Kunststoffes erhöht die Benetzbarkeit und Haftfähigkeit für Farben. Die Koronabehandlung unterscheidet sich von dem verwandten elektrischen Kurzschluß dadurch, dass der Entladungsfunken nach der Entstehung sehr schnell wieder gelöscht wird. Diese Begrenzung ermöglicht die räumlich gleichmäßige Verteilung der Entladung über die gesamte Entladungselektrode, verhindert lokale Überhitzung und Schädigung der Kabelisolation. Die Kabel werden in der Regel nur 1/100 – 1/10 Sekunden der Entladung ausgesetzt. Auch sehr dünne Kabelisolationen werden ausschließlich an der Oberfläche modifiziert. Die Sauerstoffanreicherung ist nur bis zu einer tiefe von ca. 5 nm (=8 Atomlagen) nachweisbar. Hintergrund: Kabelisolierungen müssen eine Oberflächenenergie von mindestens 38 nM/m aufweisen, um die erforderliche Farbhaftung zu gewährleisten. Polyvinylchlorid erfüllt mit 39 nM/m diese Vorraussetzung, Polyethylen mit 30 nM/m ist schlecht benetzbar, zudem unpolar. Grundsätzlich muß bei der Bedruckung von Polyolefinen eine Koronavorbehandlung erfolgen. Diese Maßnahme gewährleistet, dass die Druckfarbe nicht vom Material abgestoßen wird. Zur Gruppe der Polyolefine gehören alle PE, PP, TPE-O.

Kriechwegbildung

Ein Kriechweg entsteht durch die fortschreitende Bildung leitfähiger Pfade auf der Oberfläche eines festen Isolierstoffs. Er wird durch die Wirkung von elektrischer Beanspruchung und elektrolytischer Verunreinigung auf der Oberfläche hervorgerufen (siehe auch CTI). 

Kupfer allgemein

elektrolytisch hergestelltes Leitermaterial mit einem Reinheitsgrad von 99,9%, Symbol Cu. Sonderform: OF Cu

K-Wert

Der K-Wert ist eine Meßzahl für den durchschnittlichen Polimerisationsgrad. (Durchschnittliche Länge der PVC Moleküle). Ein höherer K-Wert bedeutet längere PVC Moleküle. Je höher der K-Wert, also je größer die PVC Moleküle, desto besser sind die mechanischen Eigenschaften des Kabels, desto schwieriger wird jedoch die Verarbeitung. Im Allgemeinen verwendet man einen K-Wert von 70 oder 65, der einen guten Kompromiss zwischen physikalischen Eigenschaften und noch befriedigenden Verarbeitungseigenschaften darstellt.

Lackbenetzungsstörende Substanzen (LABS)

Lackbenetzungsstörende Substanzen: LABS-/PWIS-frei: Es handelt sich um Begriffe die hauptsächlich im Automobilbereich zur Anwendung kommen. Die Gegenwart bestimmter Stoffe (z. B. Silikonöl) führt beim Lackieren von Fahrzeug-Karosserien zu ungewollter Kraterbildung im Lack. Wenn durch Spuren von Silikon auf Betriebsmitteln (Werkzeugen) der Lack auf den neuen Autos nicht oder schlecht haftet, spricht man von lackbenetzungsstörend und es entstehen Krater im Lackfilm. Entsteht ein geschlossener Lackfilm, ist das Material frei von lackbenetzungsstörenden Substanzen (= LABS- bzw. PWIS-frei); Nichts stört einen reibungslosen Produktionsablauf einer Fertigungsstraße mehr, als das Stoppen der Förderbänder. Dieser Begriff ist deshalb prominent in fast allen Betriebsmittel-Vorschriften der Automobilhersteller zu finden. lackbenetzungsstörende Substanzen (Abk. LABS) engl.: paint wetting impairment substances  (Abk. PWIS).

Lackdrähte

Verzinnte Lackdrähte sind in der Regel mit PUR-Lack isoliert. Der Vorteil von Lackdrähten liegt in der geringen Wanddicke der folgenden Isolierung.

lagenverseilter Rundleiter

Verseilter Leiter, bei dem die Einzeldrähte wendelförmig in einer oder mehreren getrennten konzentrischen Lagen mit im Allgemeinen wechselnder Schlagrichtung angeordnet sind.

Längswasserdichtigkeit

Wenn Schutzhüllen von Erdkabeln beschädigt werden, kann Wasser in die Kabel eindringen. Durch das Ausbreiten des Wassers in Längsrichtung des Kabels können große Kabelstrecken unbrauchbar werden. Um das zu vermeiden werden in den Verseilverbund und unter dem Mantel quellfähige Materialien eingebracht, die bei Wasserberührung aufquellen. Als quellfähige Materialien werden in der Regel Quellpulver oder Petrojelli verwendet.

LBS-frei/Silikonfrei

s. Lackbenetzungsstörende Substanzen

Leiter

Leitender Teil einer elektrischen Leitung, bestehend aus einem oder mehreren Einzeldrähten.

Leiter verseilt

(konzentrischer Leiter): Einheit aus mehreren Einzeldrähten, die alle schraubenförmig und in gleichmäßigen Lagen angeordnet sind. Die Schlagrichtungen aufeinanderfolgender Drahtlagen sind entweder wechselnd oder gleichbleibend. Die Schlaglängen der einzelnen Lagen können unterschiedlich oder gleich sein.

Leiterquerschnitt

Wert, der sich aus dem Leiterwiderstand und einem festgelegten spezifischen Leitwert (z.B. 58,5 Fm/mm² DIN 72551 T6) errechnet / Aleiter... Leiterquerschnitt / d... Durchmesser des Einzeldrahtes / n… Anzahl der Einzeldrähte

Leitschichten

Leitschichten werden eingesetzt um Mikrofoniespannungen, die durch innere Kabelbewegungen (Reibungen Kunststoff/Leitmaterialien) entstehen, zu verringern. Dazu wird auf der Isolierung eine dünne, leicht entfernbare Schicht aus leitfähigem Kunststoff aufgebracht (Extrusion: fest umspritzt mit Talkum). Diese Schicht ist dann mit dem D- oder C-Schirm mechanisch und damit elektrisch verbunden.

Leitung

Einheit aus Leiter, Isolierung und gegebenenfalls Hülle, Schirm und Mantel.

Leitungstender

Der Leitungstender ist eine Alternative zur Schleppleitungseinrichtung. Geeignet für Fahrgeschwindigkeiten bis 300 m/min - schonende Leitungsführung - geringer Platzbedarf - kein Leitungsdurchhang – es wird nur die Hälfte der Leitungslängen benötigt. Anwendungsgebiete: Katzstromzuführung, Regalstapelgeräte, Containerkrane usw. Neben elektrischen Leitungen können auch Schläuche (Wasser, Druckluft, Sauerstoff, Brenngase usw.) aufgelegt werden. Leitungen bis 1000 V

Leitungswagen

Leitungswagen werden als Stromzuführungen für ortsveränderliche Verbraucher zum Verfahren von flexiblen Energie – und Steuerleitungen eingesetzt. Der Vorteil von Leitungswagen ist, dass neben der Energiezuführung eine Vielzahl von Steuerleitungen und Lichtwellenleiter mitgeführt werden können. Gleichzeitig können auch Schläuche für gasförmige und flüssige Medien aufgelegt werde. Anwendungsgebiete: Katzstromzuführung, Regalstapelgeräte, Containerkrane, Häfen, Stahlwerken, Tagebaugebieten, Theatern, Schauspielhäusern usw. Neben elektrischen Leitungen können auch Schläuche (Wasser, Druckluft, Sauerstoff, Brenngase usw.) aufgelegt werden.

Liquidustemperatur

Die Liquidustemperatur ist die Grenztemperatur bei der beim Löten eine Schmelze des Lötzinns vorliegt. Temperaturen /= 450 Grad = Hartlöten.

Litze

Einheit aus mehreren Einzeldrähten, die alle schraubenförmig in gleicher Schlagrichtung und Schlaglänge angeordnet sind.

Litze / verwürgter Leiter

Verseilter Leiter, dessen Einzeldrähte wendelförmig nach dem Zufallsprinzip mit gleicher Richtung und Schlaglänge angeordnet sind.

Litzen/Lackgebunden

Lackgebundene Litzen werden in der Regel für Flachbandleitungen benutzt, da sie äußerst kompakt sind. Gute Konfektionierung möglich, besseres Einhalten der Fertigungstoleranzen.

Litzen/Lahn

Anwendungszweck in der Regel für Medizinkabel. Lahnlitzen bestehen aus Polyesterfäden mit geplättetem Kupfer: - hochflexibel - hohe Zugfestigkeit.

LON WORKS

Abkürzung für "Local Operating Network" • LON, auch LONWORKS® genannt, ist ein universelles Automatisierungsnetzwerk, welches von der Echelon Corporation, Palo Alto, USA, entwickelt wurde. Es kommt heute weltweit in Gebäude- und Industrieautomation zum Einsatz. In einem LON-Netzwerk können (ähnlich dem EIB), zehntausende Sensoren und Aktoren zu einer integrierten Gebäudeautomation verknüpft werden.

Luftkabel

ein auf Masten verlegtes isoliertes Kabel. Dient meist der Nachrichtenübertragung und manchmal auch der Versorgung mit Elektroenergie. Hauptsächlich werden Luftkabel als Telefonleitungen in periphere Gebiete oder für Baustellen oder ähnliche temporäre Einrichtungen eingesetzt.

Mantel

Äußere Isolierhülle einer Leitung mit einer oder mehrerer geschirmten oder ungeschirmten Adern.

mehradriges Kabel

Kabel, das mehr als eine Ader hat.

mehrfach verseilter Leiter

Verseilter Leiter, der aus einer Anzahl von Gruppen von Drähten besteht, die in einer oder mehreren wendelförmigen Lagen angeordnet sind, wobei jede Gruppe entweder verwürgt oder verseilt ist.

mehrlagiger Mantel

Mantel, der durch gleichzeitige Extrusion von zwei oder mehr Lagen miteinander verträglicher Materialien hergestellt wurde, die fest und untrennbar miteinander verbunden sind.

mehrphasiges Kabel mit konzentrischem Neutralleiter

Dreiadriges Kabel mit einem konzentrischen Leiter, der als Neutralleiter vorgesehen ist.

MHZ

Mega Hertz = 1 Million Schwingungen pro Sekunde

Migrationsverhalten

Steht z.B. Weich-PVC in Kontakt mit anderen Stoffen, insbesondere Lacken und Kunststoffen, so wird ein Weichmacher migrieren, wenn er mit dem in Kontakt stehenden Stoff verträglich ist. Bei Nichtverträglichkeit wird der Weichmacher nicht angenommen und es kann auch keine Migration eintreten. Die Weichmachermigration ist temperatur- und druckabhängig.

Mikrobenbeständigkeit

Thermoplastische Polyurethane auf Polyesterbasis, ohne zusätzlichen Mikrobenschutz, unterliegen der Gefahr bei längerer Einwirkung durch Mikrobenbefall abgebaut zu werden. Feuchtigkeit in Verbindung mit Wärme (z.B. in nährreicher Umgebung wie Gras, Laub, Landwirtschaft etc.) können diesen Prozeß beschleunigen. In solchen Umgebungen vermehren sich Mikroorganismen sehr schnell. Die von ihnen freigesetzten Enzyme bewirken eine Spaltung der Esterbindungen und eine Zerstörung des Kunststoffteils. Hierbei ist zunächst ein punktueller Befall festzustellen, im Gegensatz zum hydrolytischen Abbau, der auf der gesamten Oberfläche stattfindet. S. auch Verseifungszahl. Polyurethane auf Polyetherbasis sind weitgehend gegen eine Zersetzung durch Mikrobenbefall beständig, haben jedoch schlechtere mechanische Eigenschaften als vergleichbare Polyester-Polyurethane.

MIL(-STD)

Militär-Spezifikationen, Militär-Standard (USA) engl.: Military Specification, Military Standard (USA)

Mineralisolierung

Isolierung, die aus einem gepressten Mineralpulver besteht.

Modem

Das Modem (aus Modulator und Demodulator gebildetes Akronym oder Kofferwort, daher auch der Modem) dient dazu, digitale Signale über weite Übertragungswege zwischen zwei digitalen Endgeräten auszutauschen. Vom sendenden Modem wird auf eine Trägerfrequenz im Hochfrequenzbereich ein digitales elektrisches Signal (in Folge von Spannungsänderungen) aufmoduliert, vom empfangenden Modem wird daraus die ursprüngliche Information durch Demodulieren in ein analoges elektrisches Signal (eine Folge von Amplitudenschwankungen) zurückgewonnen. Dabei arbeiten Modems des neueren Standards DSL mit höheren Trägerfrequenzen und größeren Bandbreiten auf der Telefonleitung als die Modelle nach dem hergebrachten Standard („Schmalband“).

Molekulargewicht

Als Molekülmasse, auch molekulare Masse, früher Molekulargewicht, bezeichnet man die Summe der Atommassen aller Atome in einem Molekül. Mechanische Festigkeit, Löslichkeit und Dehnung sind (unter anderem) vom Molekulargewicht abhängig.

Motorleitungstrommeln

Leitungstrommeln mit Motorantrieb werden als Stromzuführungen für ortsveränderliche Verbraucher zur automatischen Aufwicklung von flexiblen Energie– und Steuerleitungen eingesetzt. Anwendungsgebiete: Häfen, Stahlwerken, Tagebaugebieten, Theatern, Schauspielhäusern usw. Die Trommeln werden in spiraliger oder zylindrischer Wicklung ausgeführt. Die Leitungstrommeln entsprechen den VDE- und UVV-Vorschriften. Der Leitungsabzug erfolgt horizontal oder vertikal. Die Leitungstrommeln werden auf Grund der Anforderungen mit unterschiedlichen Antrieben gefertigt. Es können Hochspannungsleitungen bis 20 kV (mit und ohne LWL) aufgenommen werden.

Nagetierschutz

Der Nagetierschutz dient dem Schutz von Innen- und Außenkabeln gegen den Verbiss durch Nagetiere. Er gilt gleichermaßen für elektrische Kabel, Koaxialkabel und Lichtwellenleiter. Es gibt metallische und nichtmetallische Schutzausführungen. Beim metallischen Nagetierschutz wird das Kabel durch eine metallische Hülle in Form eines Schichtenmantels umhüllt. Der nichtmetallische Nagetierschutz wird z. B. durch Nylon- oder Polyesterbeschichtung des Kabels erreicht oder Glasroving-Fasern unter dem Mantel.

Nebensprechdämpfung

Die gegenseitige Beeinflussung von Signalen in parallele laufenden Leitern durch elektromagnetische Kopplungen. Bei mehrpaarigen Kommunikationskabeln wird durch die Feldwirkung der Signalübertragung eines Paares, bei dem Nachbarpaar ein Störsignal induziert. Dieses Störsignal ist frequenzabhängig und wird größer mit steigender Frequenz. Die Differenz zwischen dem Nutzsignal und des auf dem Nachbarpaar meßbaren Störsignales wird als Nahnebensprechdämpfung (NEXT) bezeichnet.

Nennspannung

Die Nennspannung einer Leitung ist die Spannung, auf die der Aufbau und die Prüfung einer Leitung hinsichtlich der elektrischen Prüfung bezogen ist. U0: Effektivwert der Spannung zwischen einem Außenleiter und Erde.
U: Effektivwert der Spannung zwischen zwei Außenleitern eines mehr- oder vieladrigen Kabels oder eines Systems von einadrigen Kabeln im Drehstromnetz.

NEXT

siehe Nebensprechdämpfung

Oberflächenveredelung

Verfahren zur Optimierung der Oberflächeneigenschaften. Die Oberflächeneigenschaften können sowohl als funktionaler Schutz (Oxidationsschutz, Schutz vor Einfluß von Meerwasser, Schutz vor Umwelteinflüssen [z.B. beim Einsatz in subtropischen und tropischen Gebieten], gewisse Beständigkeit gegen Säuren, Öle und Laugen, Löthilfe usw.) sowie auch ein dekorativer Schutz (Farbe, Glanzgrad, ggf. Muster usw.) sein. Auch eine Kombination von beiden ist möglich. Meist umfasst dieses Verfahren mehere Prozesse um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Oberflächenwiderstand

Der Oberflächenwiderstand (auch Ableitwiderstand) ist der Widerstand an der Oberfläche eines Prüfkörpers. Es ist der elektrische Widerstand, der dem Stromfluss zwischen zwei auf der Oberfläche eines Isolators angebrachten Elektroden entgegensetzt wird. Der spezifische Oberflächenwiderstand (Oberflächenwiderstand nach (ISO 93) ist der Oberflächenwiderstand bei quadratischer Testfläche, d.h. Länge und Abstand der Elektroden stimmen überein. Seine Größe hängt nicht nur vom Isolierstoff, sondern auch von der Luftfeuchtigkeit, von Verunreinigungen auf der Oberfläche und von der Messanordnung ab. Zur Messung muss daher eine genormte Anordnung verwendet werden. Insbesondere ist unvermeidbar, dass bei der Messung des Oberflächenwiderstandes der Durchgangswiderstand zu einem nicht bestimmbaren Teil mit erfasst wird und die Messergebnisse deshalb nicht auf eine andere Geometrie übertagen werden können. Die Einheit des Oberflächenwiderstandes und des spezifischen Oberflächenwiderstandes ist das Ohm (1 Ω = 1 VA-1).

OF Cu

Kupfer mit einem Reinheitsgehalt von 99,5%

Ohm

Zeichen: Ω. Maßeinheit für den elektrischen Widerstand. Das Ohmsche Gesetz sagt aus, dass die elektrische Stromstärke (Ampere) direkt proportional der Spannung (Volt) und umgekehrt proportional dem Widerstand (Ohm) ist. Ampere = Volt/Ohm.

Ozonbeständigkeit

Bei Hochspannungsleitungen für Neonröhren, Zündkerzen und Röntgenröhren entsteht durch hohe elektrische Feldstärken Ozon. Diese greift insbesondere bei zusätzlicher mechanischer Beanspruchung die Isolation an. (Rissbildung). Ozon ist die Verbindung dreier Sauerstoffatome (O³). Es entsteht unter Einwirkung energiereicher UV-Strahlung aus dem in der Luft vorhandenen Sauerstoff. Durch seinen Aufbau ist Ozon sehr reaktiv und reagiert leicht mit organischen Substanzen. Durch ozonbeständige Materialien kann dies verhindert werden. Eine gute bis sehr gute Ozonbeständigkeit haben z.B. EPDM oder Butyl-Kautschuk

PA

Polyamide entstehen durch Polykondensation von Aminocarbonsäuren oder Diaminen mit Dicarbonsäuren.

PE

Polyethylen ist ein durch Polymerisation von Ethen [CH2=CH2] hergestellter thermoplastischer Kunststoff mit der vereinfachten Ketten-Strukturformel. Polyethylen gehört zur Gruppe der Polyolefine. Durch Substitution von Wasserstoff entstehen Polyvinyle, z. B. Polyvinylchlorid. Hergestellt wird Polyethylen auf der Basis von Ethylengas. Sehr geringe Wasseraufnahme. Gute elektrische und dielektrische Eigenschaften.

Permeation

Den Durchgang eines Gases durch einen Probekörper nennt man Permeation. Sie vollzieht sich in drei Schritten: Lösung des Gases im Probekörper  /  Diffusion des gelösten Gases durch den Probekörper  /  Verdampfung des Gases aus dem Probekörper.

PETE

Abkürzung für den Kunststoff Polyethylenterephtalat. Dieser Kunststoff hat ein sehr universelles Eigenschaftsbild. Sehr gute elektrische Eigenschaften und thermisches Verhalten, sehr gute mechanische Festigkeit. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die Dichtigkeit gegenüber Weichmacherwanderung.

Petrojelly

Cremeartiges Material (Vaseline) aus Erdöl gewonnen zum Einsatz für längswasserdichte Kabel.

PI

Polyimide sind Polykondensationsprodukte vierbasischer aromatischer Säuren mit aromatischen Diaminen.

Polyaddition

Hier werden Makromoleküle durch gegenseitige Anlagerung von reaktionsfähigen Gruppen aneinander gelagert.

Polyester (PETP)

Polyethylenterephalate sind lineare gesättigte Polyester (Thermoplast) mit hoher Spannungsrissbeständigkeit, beständig gegen Wasseraufnahme.

Polykondensation

Aneinanderketten von Monomeren unter Abspaltung eines Nebenproduktes. Verschiedene Monomere werden über reaktionsfähige Endgruppen unter Abspaltung von Wasser oder Amoniak miteinander verknüpft.

Polymerisation

Aneinanderkettung von Monomeren ohne Abspaltung von Nebenprodukten. Die monomeren, gasförmigen oder flüssigen Ausgangsprodukte lagern sich unter Aufspaltung ungesättigter Doppelbindungen zu Fadenmolekülen aneinander.

Polymerisationsgrad

Anzahl der Monomere die ein Makromolekül ergeben.

PP

Polypropylen gehört, wie Polyethylen, zur Grupper der Polyolefine. Es wird durch Polymerisierung von Propen (Propylen) hergestellt.

Profilleiter

Leiter mit nichtkreisförmigem Querschnitt.

Prüfspannung

Die Prüfspannung ist der Spannungswert mit dem eine Leitung geprüft werden kann, ohne dass sich die Isoliereigenschaften verändern. Die Prüfspannung ist in der Regel 3 – 5 mal so hoch angesetzt wie die spätere Nennspannung.

PTFE

Polytetrafluorethylen PTFE ist ein Hochtemperaturkunststoff und wird weder von Lösungsmitteln noch von anderen aggressiven Chemikalien angegriffen. Es zeigt nach Kontakt mit den meisten Chemikalien keinerlei Veränderung. Seine Oberfläche ist so glatt und gleitfähig, dass kaum eine Fremdsubstanz daran haften bleibt. Feuchtigkeit und UV-Strahlung verursachen weder Volumenänderungen noch Verwitterung/Versprödung. Durch Pyrolyse von Difluorchlormethan wird Tetrafluorethylen gewonnen.

PTFE/FEP

Polytetrafluorethylen / Perfluorethylenpropylen sind Isoliermaterialien die außergewöhnlich gute elektrische, thermische, chemische und mechanische Eigenschaften besitzen. Dauertemperaturen von bis 205 Grad und Einsatztemperaturen von bis zu minus 90 Grad ermöglichen ein weit gestreutes Anwendungsgebiet. Fluorkohlenstoffharze sind praktisch beständig gegen alle Chemikalien, insbesondere gegen starke Säuren und Basen, Lösungsmittel und Kohlenwasserstoffverbindungen wie sie auch in Kraftstoffen vorkommen. FEP und PTFE sind flammwidrig und können praktisch als nicht brennbar angesehen werden. Die Materialeigenschaften werden durch Sonnenlicht, UV Strahlen und Meerwasser nicht beeinflußt.

PUR

Thermoplastische Polyurethane TPU sind Hochleistungswerkstoffe mit einer einzigartigen Kombination aus sehr nützlichen Eigenschaften. PUR-Leitungen sind in allen Klimazonen witterungsbeständig. Ein vergilben von hellen Farben unter dem Einfluß von  Sonnenlicht ist möglich, beeinflußt aber die Gebrauchstauglichkeit der Leitung nicht. Bei Einsatz im Freien und Erdverlegung von Kabeln mit Mantel aus TPU ist in jedem Fall Polyether TPU vorzuziehen. Wird bei hellen Mantelfarben ein höherer UV-Schutz gefordert, kann das Material mit einen UV-Schutzstabilisatorkonzentrat versehen werden.

PVC

Polyvinylchlorid ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. PVC ist hart und spröde und wird erst durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weich, formbar und für technische Anwendungen geeignet (optimales Preis-Leistungs-Verhältnis unter den Kunststoffen)

PVDF

Polyvinylidenfluorid: Durch Reaktion von Trichlorethylen mit Fluorwasserstoff und anschließende Umsetzung mit Zink kann das 1,1-Difluorethylen gewonnen werden. Dieses wird zu Polyvinylidenfluorid polymerisiert.

PWIS

englisch für lackbenetzungshemmende Stoffe s. auch LABS

Pyrolyse

kontrollierte Verbrennung unter Sauerstoffausschluss

Quellband

Band, das unter den Mantel oder in die Zwischenräume eines Leiters eingebracht wird, um Wasserausbreitung längs des Kabels unter dem Mantel oder durch den Leiter zu verhindern, zum Beispiel wenn der Mantel beschädigt wurde oder die Kabellagen bis zum Leiter beschädigt wurden.

Quellmasse

Masse, die unter den Mantel oder in die Zwischenräume eines Leiters eingebracht wird, um Wasserausbreitung längs des Kabels unter dem Mantel oder durch den Leiter zu verhindern, zum Beispiel wenn der Mantel beschädigt wurde oder die Kabellagen bis zum Leiter beschädigt wurden.

Quellpulver

Pulver, das unter den Mantel oder in die Zwischenräume eines Leiters eingebracht wird, um Wasserausbreitung längs des Kabels unter dem Mantel oder durch den Leiter zu verhindern, zum Beispiel wenn der Mantel beschädigt wurde oder die Kabellagen bis zum Leiter beschädigt wurden.

Rauchdichte

Rauchdichte - IEC 61034-1 / CENELEC HD 606: Eine wichtige Eigenschaft im Brandverhalten stellt die Rauchentwicklung eines Materials dar. Die in der Kabeltechnik verwendeten Kunststoffe sind von Natur aus starke Rauchentwickler. Diese Eigenschaft lässt sich nur mit entsprechenden Zusätzen reduzieren. Gemessen wird der Rauch mittels dem 3 m Kubus Test nach IEC 61034-1 bez. nach CENELEC HD 606. In einem würfelförmigen Raum mit einem fotometrischen System mit einer Lichtquelle (100 W) und einer Selen-Fotozelle. Über einem an die Fotozelle angeschlossenen Schreiber wird die Lichtschwächung registriert die durch das Abbrennen der Proben verursacht wird.

reduzierender Leiter

Leiter oder einadriges Kabel, der/das parallel zu einem Kabel oder Kabelstromkreis verlegt wird und selbst Teil eines geschlossenen Stromkreises ist, in dem induzierte Ströme fließen können, deren magnetisches Feld dem Feld, das durch den Strom im Leiter/Kabel hervorgerufen wird, entgegengesetzt ist.

Reflexionen

Unregelmäßigkeiten in der Leitung und Fehlanpassungen führen zu einer Reflexion eines Teils der übertragenen Energie. Hierbei entsteht eine von der Größe der Störung abhängige rücklaufende Teilwelle die eine Minderung der Nutzleistung und Übertragungsgüte bewirkt.

Resistin

Resistin ist eine Kupfer-Mangan-Eisen Legierung. Es ist ein elektrisches Widerstandsmaterial.

RG/U

Abkürzung für Radio Guide Utility. Militärbezeichnung für Koaxkabel.

Ringdruck

Ringdruck wird zur eindeutigen Kennzeichnung der Adern in einer Leitung benutzt. Der Farbcode ist entweder durch die DIN 47100, oder durch einen kundenspezifischen Code festgelegt.

RoHS-konform

Restriction of (the use of certain) Hazardous Substances, dt.: Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe. Die RoHS regelt die Verwendung von gefährlichen Stoffen in Geräten und Bauteilen und ist in der EG-Richtlinie 2002/95/EG verankert.

Röntgenleitungen

Röntgenleitungen sind flexible Verbindungsleiungen mit Gummiisolierung. Die einzelnen Adern sind in einer gemeinsamen Gummiisolierung eingebettet. Auf diese Gummihülle wird als Hauptisolierung noch eine Schicht Naturkautchuk aufgebracht. Auf das Geflecht werden noch graphierte Textilbänder aufgebracht.

Rückflussdämpfung

Bei metallischen Kabeln versteht man unter der Rückflussdämpfung (engl. Return loss) das Verhältnis von eingespeister Energie zu rückgestreuter Energie. Solche Rückstreuungen treten durch Inhomogenitäten innerhalb des Kabels oder im HF-Stecker auf. Dabei wird ein Teil der Signalenergie reflektiert und breitet sich in entgegen gesetzter Richtung im Kabel aus. Dieser Signalanteil wird in Relation gestellt zu dem eingespeisten Signalpegel. Das Verhältnis ist die Rückflussdämpfung, die in dB (Dezibel) angegeben wird und in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Stehwellenverhältnis (VSWR) steht.

SAE

Society of Automotive Engineers, Amerikanisches Standardisierungsinstitut der Verkehrstechnologie, speziell eine Norm für die Bezeichnung der Viskosität von Schmieröl

Schäumung/ Physikalisch

Über Zugabe von Stickstoff kann während des Extrusionsprozesses physikalisch geschäumt werden. Beim physikalischen Schäumen wird durch einen Beistellextruder eine separate Schicht je nach gewünschten Eigenschaften aus Low Density PE (LDPE), Middle Density PE (MDPE) oder High Density PE (HDPE) extrudiert. Der maximale Schäumungsgrad beim physikalischen Schäumen beträgt 70 %.

Schäumung/Chemisch

Bei der chemischen Schäumung wird über Zugabe von Kicker-PE geschäumt. Im Zylinder des Extruders erfolgt das Aufschäumen der KF-Schmelze. Die Schaumschutzschicht (Foam Skin) entsteht beim chemischen Schäumen prozessbedingt.   Es ist anzumerken, dass beim chemischen Schäumen der Schäumungsgrad begrenzt ist. Der Schäumungsgrad an sich kann nur in einem sehr kleinem Bereich beeinflußt werden. Das „Beeinflussungsfenster“ beträgt ca. 5 pF und ist ausschließlich durch Maschinenparameter wie Extrudertemperatur und Kühlwannentemperatur beeinflußbar.

Schirm

Leitende Umhüllung einer oder mehrerer Adern zum Schutz vor elektromagnetischen oder elektrostatischen Störungen.

Schirmdämpfung

Um die Wirksamkeit dieser Abschirmung  messen zu können wurden Meßmethoden entwickelt und eine entsprechende Maßeinheit eingeführt. Dieses Maß wird als Schirmdämpfung bezeichnet und hat die Maßeinheit dB (Dezibel) . Diese Maßeinheit bezeichnet das Verhältnis von Spannungen und Strömen zueinander. Um eine Größenordnung der Leistungsverhältnisse zu bekommen sei hier aufgeführt, dass ein Schirmungsmaß von 30 dB bedeutet, dass der 1000ste Teil der in einer Leitung transportierten Leistung nach außen abgestrahlt wird., bei 50 dB nur der 100000ste Teil. Die Abschirmung wird umso schwieriger, je höher die Leistung wird. Antennenkabel müssen ein hohes Schirmungsmaß aufweisen, damit die geringe von der Antenne aufgenommene Spannung nicht von der Störstrahlung überlagert wird. Sender sind zu schirmen, damit sie kein Störfeld abstrahlen. Empfänger, damit sie keine Störfelder aufnehmen. Die besten Ergebnisse werden mit geschlossenen Schirmaufbauten (Umwicklung mit metallischen Folien und zusätzlichem Geflecht) erreicht. Hochgeschirmte Kabel mit nicht darauf abgestimmten Steckern machen die gesamte Schirmdämpfung zunichte.

Schirmspannung

Spannung gegen Erde, die am Schirm eines Kabels mit Spezial-Schirmverbindung auftritt, wenn symmetrische Belastungsströme in den Leitern fließen; sie wird üblicherweise für die Punkte der Kabellänge angegeben, an denen der Höchstwert auftritt (das heißt am ungeerdeten Teil eines Grundabschnitts im Falle von einseitigen Erdungen und an einem Kreuzungspunkt im Falle des Auskreuzens). Wenn die Spannungen für die drei Außenleiter unterschiedlich sind, wird üblicherweise der größte Wert herangezogen.

Schlaglänge

Axiale Länge einer vollständigen Windung eines Kabelaufbauelements.

Schlaglängenverhältnis

Verhältnis der Schlaglänge zum Durchmesser eines Aufbauelements.

Schlagrichtung

Links- oder Rechtsdrall (S- oder Z-Drall) eines Verseilverbandes einer Leitung oder eines Leiters.

Schlagzähigkeit

Die Schlagzähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffes, Stoßenergie und Schlagenergie zu absorbieren, ohne zu brechen. Die Schlagzähigkeit wird berechnet als das Verhältnis aus Schlagarbeit und Probekörperquerschnitt (Maßeinheit kJ/m²).

Schlauchverfahren

Beim Schlauchverfahren wirkt die vertikale Druckkomponente auf den Dorn und nicht auf die Kabelseele. Der eigentliche Ummantelungsvorgang findet erst außerhalb des Spritzwerkzeuges statt. Angewandt wird dieses Verfahren überall dort, wo eine Druckwirkung auf den Leiter unerwünscht oder nicht zulässig ist. (Leichte Abisolierbarkeit).

Schleifenwiderstand

Die Summe der Gleichstromwiderstände von 2 Adern (Hin- und Rückleitung eines Leitungskreises).

Schmelzindex

Der Kunststoffverarbeiter braucht für das Verarbeiten der Formmassen die Gewähr, dass diese möglichst immer in gleicher Qualität (Rheologie) vorhanden sind.  Die wichtigste Kenngrößen einer Kunststoff- Formmasse ist die Fließfähigkeit der Schmelze, die in einer Charge möglichst gleichmäßig sein soll. Der Schmelzindex gibt diejenige Masse einer Thermoplastschmelze in Gramm an die innerhalb von 10 Minuten bei festgelegter Kolbenkraft und Massetemperatur durch eine genormte Düse gedrückt wird.

Schrämtrossen

Schrämtrossen werden als Schleppleitungen mit hochfestem Panzergeflecht an zum Beispiel Abbaumaschinen im Bergbau und schweren beweglichen Maschinen in der Industrie benötigt.

Schubmodul

Der Schubmodul (auch Gleitmodul (G-Modul), Schermodul oder Torsionsmodul) ist eine Materialkonstante, die Auskunft über die lineare elastische Verformung eines Bauteils infolge einer Scherkraft oder Schubspannung gibt. Während die Shorehärte und die Kältebruchtemperatur eine Aussage über die Steifigkeit bei bestimmten Temperaturen machen, wird mit dem Schubmodul (Torsion) das flexible Verhalten über diese Temperatur bestimmt.

Segmentleiter

Verseilter Leiter, der aus mehreren profilierten verseilten Leitern besteht, die gegeneinander leicht isoliert sind.

Sektorleiter

Profilleiter, dessen Querschnitt annähernd einem Kreisausschnitt entspricht.

SEV

Schweizerischer Elektrotechnischer Verein (Electrosuisse - Verband für Elektro-, Enegrie- und Informationstechnik) / Zertifizierungsstelle

Si

Silikonkautschuk: Silikone sind Polymere auf der Basis von Polydiorganosiloxanen.

Signalausbreitungsgeschwindigkeit (signal propagation speed)

Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist abhängig vom Übertragungsmedium und geringer als die Lichtgeschwindigkeit. Die Verringerung der Geschwindigkeit wird durch einen so genannten Verkürzungsfaktor (NVP) hervorgerufen. Der Verkürzungsfaktor für Koaxialkabel beträgt 0,77, für verdrillte Kabel 0,6 und für LwL 0,67. Das bedeutet, dass die Signalausbreitungsgeschwindigkeit in Koaxialkabeln 77 % der Lichtgeschwindigkeit beträgt, (bei TP-Kabeln und LwLs entsprechend). Bei Lichtwellenleitern drückt sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit für verschiedene Wellenlängen in der Gruppengeschwindigkeit aus.

skin/foam-skin

Eine Skin-Schicht ist bei sehr kleinem Aderdurchmessern erforderlich um Schaumstruktur und Haftsitz zu verbessern. Die äußere Skin-Schicht schützt die poröse Schaumstruktur gegen Eindringen von Feuchtigkeit und anderen Substanzen. Der empfindliche Schaum wird durch den Skin gegen mechanische Einwirkungen geschützt. Die bessere Resistenz der Foam-Skin-Ader verhindert eine zeitliche Änderung der elektrischen Eigenschaften durch das Eindrücken des Geflechts, s. auch Schäumung chemisch

Spark Test

Das Drucken mit abgelenktem, stetigen Tintenstrahl ermöglicht es, ein Produkt kontaktlos zu kennzeichnen, zu markieren, bzw. mit einem Datum zu versehen. Die Tinte wird dem Druckkopf unter Druck zugeführt. Die Tinte gelangt in einem kleinem zylindrischen Behälter, der sogenannten „KANONE“, die mit einem Piezokristall und einer Düse versehen ist. Beim Austritt der Tinte aus der Düse wird ein Strahl gebildet. Kurz nach dem Austritt aus der Düse wird der Tintenstrahl so moduliert, dass kalibrierte und äquidistane Tropfen entstehen.
Tropfen werden in einem Abzugsröhrchen aufgefangen und in den Tintenkreislauf zurückgeführt.

Spezifischer Durchgangswiderstand

Der spezifische Durchgangswiderstand ist der elektrische Widerstand des Werkstoffinneren gemessen zwischen zwei Elektroden, bezogen auf die Probengeometrie.

Spezifisches Gewicht

Das spezifische Gewicht, auch Wichte genannt, ist das Verhältnis der Gewichtskraft eines Körpers zu seinem Volumen oder, anders formuliert, die Dichte eines Körpers im Verhältnis zur Dichte von Wasser.

Spritzkopfe/Aufbau und Beschreibung

Der Spritzkopf besteht aus dem beheizten Kopfgehäuse und konisch eingepaßter Pinole. Das Extrudat wird über die, in die Pinole eingefräste, Herzkurve auf den Drahtführungsdorn geleitet. Die Herzkurve hat also die Aufgabe die Kunststoffschmelze gleichmäßig und mit gleichem Druck auf die Pinole zu verteilen. Die Drahtführung ist konisch in die Pinole eingepaßt. Die Außendüse ist zwecks Druckausgleich mit einer Mutter in Längsrichtung verschiebbar.(neuere Spritzköpfe). Bei den etwas älteren Spritzköpfen erfolgt der Druckausgleich über verschieben der Pinole (Ändern des Abstandes Innen- und Außendüse). Das Kopfmaterial ist in der Regel gehärteter Stahl. Das Material für die Werkzeuge, wahlweise Stahl oder Stahl mit Hartmetalleinsatz.

Spulenfassungsvermögen

Mit einer Formel läßt sich das Fassungsvermögen einer Spule berechnen: F = V /d² x 1,1 :  F = Fassungsvermögen in m pro Ring, Faß oder Spule  /  V = nutzbares Volumen in dm³ von Ring, Faß oder Spule  /  d = mittlere  Außendurchmesser des Wickelgutes

Sternvierer

Lagenverseilung von 4 Adern (schlechtere Kapazitätswerte als DM-Vierer). Kapazitätsarmer Aufbau von Vierer - Verseilverbänden. Die Kapazität zwischen den Paaren eines Sternvierers ist um das 1,5-fache höher als beim DM-Vierer.

Steuerader / Prüfader

Isolierter Leiter in einem Energiekabel, der für die Übertragung von Signalen vorgesehen ist.

Steuerkabel

Mehradriges Kabel zur Übertragung von Steuerungs-, Regelungs-, Mess- und Anzeigesignalen in elektrischen Installationen.

Strombelastbarkeit von Kupferleitern

Die Strombelastbarkeit ist definiert als der Strom, den ein Leiter übertragen kann bevor entweder die Isolierung oder der Leiter selbst schmilzt. Die Wärme, die vom Fluß des elektrischen Stroms durch den Leiter erzeugt wird, bestimmt den Strom, den der Leiter übertragen kann. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die Strombelastbarkeit eines Leiters begrenzen. Die wichtigsten Faktoren sind: Leiterquerschnitt: Je größer der Querschnitt, umso größer die Strombelastbarkeit. Isolierung: Die erzeugte Temperatur sollte nie die höchstzulässige Temperatur des Isoliermaterials überschreiten. Leiterzahl: Die Erzeugung von Wärme wird in dem Maße reduziert, wie die Zahl der individuell isolierten gebündelten Leiter erhöht wird.

Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR)

SBR ist ein Copolymer aus Butadien und Styrol und war der erste wirtschaftlich nutzbare synthetische Kautschuk. Eigenschaften: Gute Festigkeitswerte, keine Beständigkeit gegen Lösungsmittel. Wird z.B. als Isoliermaterial für Fernmeldekabel eingesetzt.

Symetrische Datenleitungen (PiMf)

Für hohe Übertragungsraten wird nicht nur ein Außenschirm, sondern insbesondere eine Paarabschirmung eingesetzt. Im Signalempfänger am Kabelausgang werden die Teilsignale der beiden Leiter mit ihrem Absolutwert addiert, woraus das Gesamtsignal entsteht. Bei dieser Addition heben sich die Störsignale in den beiden Einzelleitern auf, so dass ausschließlich das Nutzsignal zur Verfügung steht. Damit ist das symetrische Übertragungsprinzip wesentlich unempfindlicher gegenüber äußeren Störeinflüssen.

Talkum

Talkum: Mineralisches, leicht fettiges Naturprodukt, wird pulverförmig als Trennmittel verwendet. Dies hat ein leichteres Abisolieren des Mantels zur Folge. Beim Extrudieren des Mantels direkt auf die Adern wird Talkum als Trennmittel eingesetzt. Damit soll eine Verklebung der Adern untereinander sowie mit dem Mantel verhindert werden. Kein Talkumeinsatz bei Medizin-, Reinraumleitungen und Leitungen die keine lackbenetzungshemmende Stoffe enthalten dürfen.

Temperaturkennfäden

Wenn keine Temperaturangabe durch Bedruckung erfolgt, kann ersatzweise ein Temperaturkennfaden eingelegt werden.

TEX

Die Feinheit von Fasern wird bestimmt nach der Feinheit im TEX System. Demnach ist ein TEX die Feinheit eines Fadens, der bei einer Länge von 1000 m die Masse von 1 Gramm hat. Zum Beispiel: Polyesterseide 7 Tex = 1000 m Seide wiegen 7 Gramm.

thermisch stabilisierte Isolierung

Durch Hinzufügen von Additiven kann die Wärmebeständigkeit eines Isolationsmaterials gewährleistet werden. 

thermisch stabilisiertes Füllmaterial

Bettungsmaterial, dessen thermische Eigenschaften so gewählt sind, dass die Ableitung von Wärme von den Kabeln erleichtert wird.

thermischer Widerstand (eines Kabelaufbauelements)

Temperaturdifferenz zwischen der inneren und der äußeren Oberfläche eines Kabelaufbauelements, dividiert durch den durchgehenden Wärmefluss.

thermisches Ausdehnungskabel

Kabel mit Leitern gleicher Art wie das Thermoelement, dass dieses bis zum Messpunkt verlängert und die gleichen thermoelektrischen Eigenschaften innerhalb des gesamten anwendbaren Temperaturbereichs des Kabels hat.

thermisches Kompensationskabel / Thermoelementausgleichskabel

Kabel mit Leitern, die in Material oder Eigenschaften von denen des Thermoelements abweichen, jedoch solche thermoelektrischen Eigenschaften haben, dass der resultierende Fehler für einen gegebenen Temperaturbereich innerhalb festgelegter Grenzen liegt.

Thermo- und Ausgleichsleitungen

Thermo- und Ausgleichsleitungen dienen in einer Temperaturmesseinrichtung als elektrische Verbindung zwischen den offenen Enden eines Thermopaares und der Vergleichsstelle.
Vielfach werden die Thermo- bzw. Ausgleichsleitungen auch bis zum Messgerät geführt.

Thermoelementanschlusskabel

Kabel mit Leitern gleicher Art wie das Thermoelement, das dieses bis zum Messpunkt verlängert und die gleichen thermoelektrischen Eigenschaften innerhalb des gesamten anwendbaren Temperaturbereichs des Kabels hat.

Thermoplast

Hochpolymere Werkstoffe, bei denen aufgrund einer meist linearen Kettenstruktur der Makromoleküle eine starke Abhängigkeit der Viskosität von der Temperatur vorliegt. Die Gruppe der Thermoplaste zeichnet sich dadurch aus, dass diese Kunststoffe bei Erhöhung der Temperatur nach Überschreiten des Erweichungspunktes schmelzen, sich warmverformen lassen und nach der Abkühlung wieder erstarren. Der Vorgang ist beliebig oft wiederholbar. Im Gegensatz zu  Duroplasten erfolgt keinerlei chemische Reaktion beim Verarbeiten. Wichtige Thermoplaste sind z.B. die  Polyamide, Polystyrole und Polyethylene.

Tintenstrahldrucker/Prinzip

Das Drucken mit abgelenktem stetigem Tintenstrahl ermöglicht es, ein Produkt kontaktlos zu kennzeichnen, zu markieren bzw. mit einem Datum zu versehen. Ein Tintenstrahl tritt über eine Düse aus dem Druckkopf aus. Dieser Strahl wird über einen piezoelektrischen Wandler, der sich hinter der Düse befindet, moduliert, so dass ein gleichmäßiger Zerfall (Rayleigh'scher Tropfenzerfall) in einzelne Tropfen erreicht wird. Über eine Ladeelektrode werden die so gebildeten Tropfen nun mehr oder weniger stark elektrostatisch aufgeladen. Die 10 bis 40 m/s schnellen Tropfen durchfliegen anschließend eine größere Ablenkelektrode, wo sie – abhängig von ihrer spezifischen elektrischen Ladung – seitlich abgelenkt werden. Je nach Gerätetyp gelangen nun die geladenen bzw. die ungeladenen Tropfen auf das Kabel. Nicht benötigte Tropfen werden bereits am Druckkopf wieder aufgefangen und erneut dem Tintenkreislauf zugeführt. Die Breite der Zeile ist abhängig vom Abstand der Düse zum Kabel, wodurch ein höherer Abstand die Auflösung vermindert. Die Zeichen die von einem Druckkopf aufgebracht werden, werden als Text bezeichnet. Der Text kann als Buchstaben und Ziffern und verschiedener Alphabete und verschiedener Schriftarten bzw. als Logos und Zeichnungen bestehen. Jeder erstellte Text wird abgespeichert, und kann bei Bedarf gedruckt oder geändert werden.

Tragorgan

Draht oder Seil, dessen primäre Funktion das Tragen eines Kabels (Eigengewicht des Kabels) z. B. in einer Freileitung ist und das getrennt vom Kabel angeordnet oder in das Kabel integriert sein kann.

Transceiverkabel

Dieses Kabel verbindet den Transceiver mit dem Stationsinterface (Controller) am Ethernet. Es ist auf einer Länge von 50 m begrenzt. Die Kabelimpedanz beträgt 78 Ohm.

Transceiver

Der Transceiver ist die aktive Komponente eines Ethernet-LANs für den Anschluss an Endgeräten an das elektrische Buskabel mit Funktionen zur Kollisionserkennung und Signalanpassung. Das Wort Transceiver ist ein Kombinationswort aus Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Er führt Überwachungs-, Weiterleitungs-, Empfangs- und Störfunktionen aus.
 

Trennmantel

Dünne Lage zur Vermeidung gegenseitiger schädlicher Einflüsse zwischen verschiedenen Aufbauelementen eines Kabels, zum Beispiel zwischen Leiter und Isolierung oder Isolierung und Mantel.

Trennmittel

Flüssiges Mittel das während der Extrusion auf die Adern getropft wird und somit als Trennschicht/Flüssigkeit zwischen Aderisolation und Mantel dient. Durch den Einsatz von Trennmitteln soll eine Verklebung der Adern untereinander sowie mit dem Mantel verhindert werden.

Triaxialkabel

Ein Triaxialkabel ist eine Sonderform des Koaxialkabels, das aus drei konzentrischen Leitern besteht. Diese werden durch ein Dielektrikum sowie eine Abschirmung voneinander getrennt. Anwendungsgebiete sind Videotechnik und elektrische Messtechnik. In der elektrischen Messtechnik können mit einem geeigneten Aufbau unter Verwendung von triaxialen Kabeln Ströme im Femtoampere-Bereich gemessen werden. Aufgrund des höheren Herstellungsaufwands sind die Kabel teurer als Koaxialkabel.

Trunk Kabel

Trunk Kabel sind die Hauptversorgungskabel in Breitbandsystemen. Es handelt sich um koaxial aufgebaute Hochfrequenzkabel, die von der Head-End-Station zu den Kundenanschlüssen gehen. Diese Koaxialkabel haben einen Durchmesser von ein bis zwei Zentimetern. Die äußere Schicht bildet eine feste Kunststoffummantelung, unter der sich eine Aluminiumschicht befindet. Innerhalb dieser Aluminium-Ummantelung kann die Stromversorgung der aktiven Komponenten eingesetzt werden. Damit kann die Anzahl der erforderlichen stabilen Versorgungen auf die Einspeisestellen reduziert werden.

UL / cUL

UL = Underwriters Laboratories - Normungsstelle in den USA / UR: Underwriters Laboratories Recogniced - Erkennungszeichen, daß auf von UL anerkannten Produkten, die den UL-Normen entsprechen angebracht werden kann. cUR = Erkennungszeichen, das auf Produkten angebracht werden kann, die den CSA-Normen entsprechen und deren Prüfung und Approbation jedoch über UL abgewickelt werden. Approbationen werden nach Prüfung von Kabelmustern bei UL erteilt. Regelmäßige Prüfung durch UL-Inspektoren sichert die Einhaltung der Normen. Als Service-Stelle für UL in Europa ist DEMKO für Approbationen, Prüfungen usw. zuständig. cUR-Zeichen: UL hat mit CSA ein Abkommen der gegenseitigen Anerkennung geschlossen. Folge ist, daß CSA- Approbationen durch UL erteilt werden dürfen und die Inspektionen für CSA von UL durchgeführt werden. Wenn ein Kabel oder Leitung der CSA-Norm entspricht und die Approbation erteilt wurde, darf das Produkt mit cUR (Recognized Product für CSA) gekennzeichnet werden.

UL / cUL Kennzeichnung

Der verantwortliche Hersteller muss sein Produkt so kennzeichnen, dass das Produkt eindeutig dem Hersteller und dem Herstellort zugeordnet werden kann. Als Firmenkennzeichnung werden zwei Methoden anerkannt: 1.Herstellerkennfaden  /  2. Oberflächenbedruckung

Umflechtung

Geflochtene Hülle aus metallischen oder nichtmetallischem Material.

unilay concentric

gleiche Verseilrichtung aller Lagen

Unilay Standing

Konzentrische Verseilung von aufeinanderfolgenden Lagen mit einheitlicher Drallrichtung und gleicher Dralllänge.

UV- Beständigkeit von PUR

PUR besitzt generell eine gute UV- Beständigkeit. Unter den verschiedenen PUR Sorten hat PUR FHF (flammwidrig halogenfrei) die bessere Beständigkeit. PUR FHF in schwarz eingefärbt stellt die optimalste aller UV-beständigen Möglichkeiten im PUR-Bereich dar.

VDE Verband und VDE-Zeichen

Approbationen werden nach Prüfung von Kabelmustern erteilt. Regelmäßige Prüfung durch VDE-Inspektoren sichert die Einhaltung der Normen. Produkte die der Norm der Approbation entsprechen, dürfen gemäß der Zulassung mit dem VDE-Zeichen gekennzeichnet werden. Die Besichtigung von Fertigungsstätten, Produktkontrollen und die regelmäßige Fertigungsüberwachung ist die Voraussetzung für die Erhaltung der Approbation.

verdichteter Leiter

Verseilter Leiter, in dem die Zwischenräume zwischen den Einzeldrähten durch mechanisches Pressen oder Ziehen oder durch geeignete Wahl des Profils oder der Anordnung der Drähte verkleinert wurden.

Verlängerungsfaktor

Durch das schraubenförmige Verseilen wird das zu verseilende Verseilelement kürzer. Die zu verseilenden Elemente müssen also um den Verlängerungsfaktor länger sein als das spätere Kabel.  

Verlustfaktor

Verhältnis von Wirkleistung zu Blindleistung bei sinusförmiger Spannung. Der Verlustfaktor ist temperatur-, kapazitäts- und frequenzabhängig.
 

Vernetzen

Die Strahlenvernetzung ist ein praktiziertes Verfahren zur Optimierung thermisch belastbarer Kabel und Leitungen. Vernetzten verbessert gezielt folgende Eigenschaften von Isolierung und Kabelmänteln wie höhere Betriebstemperatur 

- Beständigkeit gegenüber Schweißspritzern
- verbesserte Zugfestigkeit 
- verbesserte Wechselbiegefestigkeit 
- verbesserte Ölbeständigkeit 
- verbesserte Alterungsbeständigkeit.

In der Bestrahlungstechnik bestimmt in erster Linie die Bestrahlungsdosis, d.h. die pro Masseeinheit absorbierte Strahlungsenergie, die Eigenschaftsveränderungen des bestrahlten Produktes.

vernetzte Isolierung

Isolierung aus einem thermoplastischen Kunststoff oder einem Copolymer oder einem Verbundstoff aus einem dieser Materialien, dessen molekulare Struktur durch eine chemische Reaktion wie Vernetzung oder Vulkanisierung und/oder durch einen physikalischen Prozess wie Bestrahlung geändert worden ist.

Verseifungszahl

Um die Resistenz gegen Mikroorganismen einschätzen zu können wurde die Verseifungszahl festgelegt. Absolute Resistenz gegen das Phänomen des Mikroorganismusbefall gilt für Verseifungszahlen VZ 200.
Defination Verseifungszahl nach DIN VDE 0472 Teil 704: Die Verseifungszahl ist diejenige Menge Kaliumhydroxid in mg, die für die Verseifung von 1 g der zu untersuchenden Probe erforderlich ist. Abk. VZ

Verseilen

Das Verseilen ist ein Arbeitsgang bei dem eine Anzahl von Verseilelementen miteinander vereinigt werden in dem man sie um eine gemeinsame Achse windet. Es bedarf also einer gegenseitigen Verwindung um ein Wiederauseinanderfallen der zusammengefaßten Einheit zu verhindern. Verseilelemente können sein: Einzelne Adern - Garne  /  Lichtwellen Leiter - Metalldrähte  /  Litzen - Metallsegmente. Der Verseilvorgang soll die Handhabung der Elemente erleichtern. Man verwendet Begriffe wie biegbar und flexibel. Biegbarkeit und Flexibilität werden wesentlich durch die Verseilsteigung „S + Z“ in mm angegeben, bestimmt.

Verseilen /Gleichschlag

Beim Gleichschlag-Verseilverfahren ist die Verseilrichtung in allen Verseillagen gleichbleibend.

Verseilen/Kreuzschlag

Beim Kreuzschlag-Verseilverfahren ist die Verseilrichtung von Verseillage zu Verseillage entgegengesetzt.

Verseilfaktor

Verhältnis der Schlaglänge zum Durchmesser eines Aufbauelements.

Verseilmaschine/Korb

Bei der Korbverseilmaschine wird die Drehbewegung vom Verseilkorb ausgeführt. Die notwendige Längsbewegung übernimmt die Abzugseinrichtung. Bei der Korbverseilmaschine drehen sich die Verseilelemente vor dem Verseilnippel.

Verseilnippel

Hohlräume zwischen den Verseilelementen sind unerwünscht, sie erhöhen in den folgenden Arbeitsgängen den Materialeinsatz. Diese Forderung, die Verseildurchmesser so klein wie möglich zu halten, wird im wesentlichen durch den Verseilnippel erreicht; oftmals kommt man mit einem Verseilnippel nicht aus. Werkstoffe für Verseilnippel sind: Ø     Metalle  /  Ø     Keramik  /  Ø     Kunststoffe.

Verseilprinzip

Das Verseilen ergibt sich immer aus dem Zusammenwirken einer Drehbewegung und einer Längsbewegung. Die Drehbewegung erzeugt das Herumlegen der Verseilelemente um die Verseilachse bzw. um das Kernelement. Die Längsbewegung erzeugt die Vorwärtsbewegung der Kern- und Verseilelemente, den Abzug. Die Abzugsgeschwindigkeit errechnet sich aus der Formel  :    V =   S  ·  N x 1000  /  V= Abzugsgeschwindigkeit in m/min  /  S= Verseilsteigung in mm  /  N= Korbdrehzahl / min. Bei einem Bündel parallel liegender Verseilelemente, das an den beiden Enden abgebunden ist, werden beim Biegen die am Bogen außen liegenden Verseilelemente, gedehnt und die innen liegenden Verseilelemente gestaucht. Da sich durch das Verseilen die Verseilelemente abschnittsweise sowohl an der inneren als auch an der äußeren Seite befindet, gleichen sich die Dehnungen und Stauchungen aus. Es kommt zu keiner Verformung des Seiles.

Verseilsteigung

siehe Schlaglänge

verseilter Leiter

Leiter, der aus mehreren Einzeldrähten oder Litzen besteht, von denen alle oder einige wendelförmig angeordnet sind. Der Querschnitt des verseilten Leiters kann kreisförmig oder profiliert sein.

Verseilung mit Rückdrehung

Mit Rückdrehung arbeitet man, um keine zusätzlichen Verdrehspannungen im Seil zu erzeugen, d.h. man wünscht keinen Rückdrall (torsionsarm). Mit Rückdrall bezeichnet man die Verdrehkraft, die dem Seil nach dem Verseilen entgegenwirkt. Sie wird von der Verdrehspannung hervor gerufen, welche die Verseilelemente während des gesamten Arbeitsganges erfahren. Für einige Verseilelemente ist dies qualitätsmindernd. Rückdrall wird überall dort erzeugt, wo sich eine Bewegung zwischen Ab- und Aufwicklereinrichtung ergibt.

Verseilung ohne Rückdrehung

Eine Verseilung mit starr am Korb befestigten Spulenträgern nennt man eine Verseilung ohne Rückdrehung.

Verseilverband

Kabel aus verseilten isolierten Leitern oder verseilten einadrigen Kabeln ohne gemeinsame Umhüllung.

verwürgter Leiter

Verseilter Leiter, dessen Einzeldrähte wendelförmig nach dem Zufallsprinzip mit gleicher Richtung und Schlaglänge angeordnet sind.

verzinnter Leiter

Metallbeschichteter Leiter, dessen Beschichtungsmetall Zinn ist.

VIMF

Vierer in Metallfolie (ViMF) ist die deutsche Bezeichnung für ein STP-Kabel mit zwei verdrillten Zweidrahtleitungen, die durch eine Metallfolie geschirmt sind. Die Art der Verseilung kann als Sternvierer oder als zwei verdrillte Leitungspaare ausgeführt sein.

Volt-Ampere (VA, kVA)

Maßeinheit für die tatsächliche Leistung, die der Anwendung zu liefern ist. Die tatsächliche Leistung ist das Produkt der effektiven Werte von Spannung und Stromverbrauch des gespeisten Geräts. P (VA) = U(V) x I (A). 

VPE

Vernetztes Polyethylen, s. auch vernetzen

Wärmeausdehnung

Unter Wärmeausdehnung versteht man die Änderung der geometrischen Abmessungen (Länge, Flächeninhalt, Volumen) eines Körpers, hervorgerufen durch eine Veränderung seiner Temperatur. Die Umkehr dieses Vorganges durch die Abkühlung wird oft als Wärmeschrumpfung bezeichnet. Kunststoffe unterliegen wie alle Werkstoffe, einer temperaturabhängigen, reversiblen Längenänderung. Sie wird durch den thermischen Längenausdehnungskoeffizienten a[1/K] angegeben.

Wärmebeständigkeitsklassen

Eine der wichtigsten Eigenschaft von Wickeldrähten ist die thermische Beständigkeit. Sie wird in Wärmebeständigkeitsklassen ausgedrückt. Jeder dieser Wärmebeständigkeitsklassen ist eine Dauergebrauchstemperatur zugeordnet, bei welcher ein Isoliermaterial die Lebensdauer von 25000 Betriebsstunden garantiert.

Wärmedruckprüfung

Gemessen wird die Eindrucktiefe unter Wärmeeinfluss (genormtes Verfahren)

Wärmeschockprüfung

Die Isolierhülle von Adern wird auf Wärmeschock geprüft indem man die Adern  um einen definierten Dom wickelt und eine Stunde bei 150 Grad in einem Wärmeschrank aufbewahrt. Nach dem Herausnehmen aus dem Wärmeschrank und Abkühlen auf Zimmertemperatur dürfen die Prüflinge keine erkennbaren Risse aufweisen.

Wärmestabilisatoren

Wärmestabilisatoren sollen die Zersetzung der Makromoleküle unter Wärmeeinfluß verhindern

water treeing / water trees

Water-treeing tritt bei gleichzeitigem Einwirken eines elektrischen Feldes und Wasser auf. Water-trees sind bäumchenartige, in Richtung des Feldgradienten wachsende Strukturen, die eine irreversible Schädigung des Kabeldielektrikums bewirken, s. auch Alterung/chemisch

Weichmacher

Weichmacher beeinflussen die Biegsamkeit, Dehnbarkeit und der Elastizitätsmodul. Das heißt sie vermindert die zwischenmolekularen Kräfte so daß die Beweglichkeit der Moleküle größer wird.

Weiterreißwiderstand

Unter Weiterreißwiderstand versteht man den Widerstand, den ein eingekerbter Körper dem Weiterreißen entgegensetzt. Die Prüfung erfolgt an Winkelproben die einseitig mit einem Einschnitt versehen sind.

Wellenwiderstand

Die Impedanz ist eine Größenangabe die das Verhältnis von elektrischen zu magnetischen Wellen einer Datenleitung darstellt. Der Wellenwiderstand ist für die Kompatibilität von Einzelkomponenten eines Datenübertragungssystem von entscheidender Bedeutung.

Wellmantel

Metallischer Mantel mit im Allgemeinen ring- oder wendelförmigen Wellungen.

Widerstand eines Leiters

Der elektrische Widerstand ist in der Elektrotechnik ein Maß dafür, welche elektrische Spannung erforderlich ist, um einen bestimmten elektrischen Strom durch einen elektrischen Leiter fließen zu lassen. Als Formelzeichen für den elektrischen Widerstand wird in der Regel R – wahrscheinlich abgeleitet vom Lateinischen resistere für „widerstehen“ (evtl. vom Englischen bzw. Französischen "resistance") verwendet. Der Widerstand hat die SI-Einheit Ohm, sein Einheitenzeichen ist das große Omega (Ω). Verwandt mit dem Widerstand ist der spezifische elektrische Widerstand (Formelzeichen ρ). Bei diesem Wert handelt es sich um eine temperaturabhängige Materialkonstante, die eine von der geometrischen Form des ausgeführten Leiters unabhängige Beschreibung der Widerstandseigenschaft ermöglicht. R = Widerstand [W]  /  p = spezifischer Widerstand [W*mm²/m]  /  l = Länge des Leiters [m]  /  A = Querschnitt [mm²]

ZGL

Zentral-Gebundene-Lötfähig verzinnte CU- Drähte, die mit einem lötfähigen Lack (Flussmittel) gebunden sind. ZGL- SC Aufbau wie bei ZGL, jedoch mit Stahlseilen. TC = Topcoat. Blanke CU- Drähte, die „feuerverzinnt", d.h durch ein Lötbad gezogen werden.   

Ziehstrumpf

Geflochtene röhrenförmige Vorrichtung, die auf ein Kabel aufgebracht wird, deren Durchmesser durch Ziehen vermindert und mit der das Kabel kraftschlüssig gefasst wird.

Zugentlastungselemente

Besondere Elemente, die Zugkräfte im Mantelbereich aufnehmen sollen

Zugverformungsrest

Elastische Werkstoffe können ohne bleibende Verformung nur im elastischen (Hook´schen) Bereich eingesetzt werden.Nur in diesem Bereich nimmt der Werkstoff nach Entlastung seine ursprüngliche Form wieder an. Bei Überdehnung über den Hook´schen Bereich hinaus verbleibt nach der Entlastung eine Restdehnung, die umso größer ist, je länger sie dauerte.

ZVEI

Zentralverband der Elektrotechnik Industrie e.V Deutschland

Zwickelfüllung

Material zum Füllen der Zwischenräume zwischen den Adern eines Mehrleiterkabels.

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(Stand 23.06.2017, 06:45 Uhr)

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